Resilienz bei Kindern fördern – Was macht Kinder wirklich stark?
Shownotes
In dieser Folge widmen wir uns mal wieder dem Immunsystem der Seele und fragen uns: Wie lernen Kinder Resilienz – und wie können wir sie als Eltern dabei emotional stärken? Dabei plaudern wir natürlich brühwarm aus dem Nähkästchen. Max verrät, wie er reagiert, wenn seine Tochter mit einer Drei nach Hause kommt – und was das mit Selbstwert, innerer Sicherheit und krisenfestem Aufwachsen zu tun hat. Und Jakob schmeißt die Kuscheltiere seiner Tochter weg, entschuldigt sich dafür aber immerhin ganz brav – im Gegensatz zu Max, der seine Kinder lieber gaslighted. Aber immerhin erzieht er keinen kleinen Adrenalin-Junkie!
- Jakob bei „Eltern ohne Filter"
Du möchtest mehr über unsere Werbepartner erfahren? Hier findest du alle Infos & Rabatte:
Du möchtest Werbung in diesem Podcast schalten? Dann erfahre hier mehr über die Werbemöglichkeiten bei Seven.One Audio!
Transkript anzeigen
00:00:01: Warum gibt es die Welt?
00:00:03: Papa, ich hab dich lieb.
00:00:05: Mama macht die Arbeit und Papa macht den Quatsch.
00:00:08: Beste Vaterfreuden.
00:00:10: Der langweilige Podcast übers Vatersein.
00:00:12: Ja!
00:00:12: Ja!
00:00:12: Ja!
00:00:12: Ja!
00:00:13: Ja!
00:00:13: Ja!
00:00:13: Ja!
00:00:13: Ja!
00:00:13: Ja!
00:00:13: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:14: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:15: Ja!
00:00:16: Ja!
00:00:16: Ja!
00:00:16: Ja!
00:00:16: Ja!
00:00:16: Ja!
00:00:16: Ja!
00:00:16: Ja!
00:00:16: Ja!
00:00:17: Ja!
00:00:18: Ja!
00:00:18: Ja!
00:00:18: Ja!
00:00:18: Ja!
00:00:18: Ja!
00:00:18: Ja!
00:00:19: Ja!
00:00:19: Ja!
00:00:19: Ja!
00:00:19: Ja!
00:00:19: Ja!
00:00:19: Ja!
00:00:19: Ja!
00:00:20: Ja!
00:00:20: Ja!
00:00:20: Ja!
00:00:20: Ja!
00:00:20: Ja!
00:00:21: Ja!
00:00:21: Ja!
00:00:21: Ja!
00:00:21: Ja!
00:00:21: Ja!
00:00:22: Ja!
00:00:22: Ja!
00:00:22: Ja!
00:00:22: Ja!
00:00:22: Ja!
00:00:22: Ja!
00:00:22: Ja!
00:00:22: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Ja!
00:00:23: Hallo und herzlich willkommen zu beste Vaterfreuden.
00:00:26: Hallo.
00:00:27: Und heute wollen wir über Resilienz bei Kindern sprechen und zwar wie man diese fördern kann.
00:00:33: Ganz bewusst.
00:00:34: Sonst ist das immer so ein unbewusster Prozess und eine Psychologie sage ich immer.
00:00:38: Sobald einem Sachen bewusst sind, verändern sie sich schon.
00:00:42: Mehr braucht es manchmal nicht.
00:00:43: Manchmal braucht es aber auch mehr.
00:00:45: Max, was würdest du sagen?
00:00:47: Wie gut ist deine Resilienz?
00:00:48: Wie hoch ist deine Resilienz?
00:00:50: Meine ist glaube ich mittlerweile Ganz gut.
00:00:54: Ich weiß gar nicht, wann sie sich so richtig entwickelt hat.
00:00:58: Ich vermute mal dann noch mal im späten oder frühen Erwachsenenalter, wo ich dann in der Jugendhilfe gemerkt habe, wo ich zum ersten Mal auf dieses Wort gestoßen bin und nicht wusste, was das bedeutet.
00:01:09: Und dann dachte ich, als ich mich damit befasst habe, dachte ich, ja, ein paar Dinge davon kann ich zumindest bei mir abhaken, dass ich zumindest sagen kann, ich habe das.
00:01:17: Aber es ist auch wichtig, Resilienz ... Mit zu bekommen von den Eltern.
00:01:22: also was haben meine Eltern mir mitgegeben, dass ich Resilienz entwickeln kann.
00:01:26: Was habe ich vielleicht selber dafür getan, dass es sich noch ausentwickeln kann und wo?
00:01:30: es ist auch wichtig im Alltag zu gucken, welche Ressourcen brauche ich, um auch immer wieder zurückzukommen zu mir und diese Resilienz auch leben zu dürfen.
00:01:38: Und genau das ist glaube ich auch wichtig, unseren Kindern mitzugeben.
00:01:40: Ja,
00:01:41: vielleicht nochmal ganz kurz, was ist Resilienz überhaupt?
00:01:43: Das ist ja so ein Modewort.
00:01:45: Wir als Erwachsene, Begegen in vielen, vielen Herausforderungen im Leben.
00:01:50: Stress bei der Arbeit, Beziehungsstress, dann natürlich sich verändernde Lebensumstände, Tod, Krankheit.
00:01:57: Und die Resilienz beschreibt eigentlich unsere psychische Widerstandskraft, also unsere Fähigkeit, mit diesen Herausforderungen im Leben umzugehen.
00:02:07: Und Kinder haben das eben auch schon.
00:02:09: Kinder haben auch Stress in der Familie.
00:02:12: Beziehungsstress mit den Eltern, mit Freunden.
00:02:14: Und die Frage ist, wie können wir dieses Immunsystem der Seele von unseren Kindern stärken?
00:02:22: Und was ich immer ganz interessant finde, ist zu gucken, bei welchen Kindern, wenn man sich die Forschung anguckt, ist denn besonders hoch.
00:02:29: Was würdest du sagen?
00:02:30: Bei welchen Kindern ist es niedrig und bei welchen Kindern ist die Resilienz hoch?
00:02:35: Das ist eigentlich ganz easy, ganz logisch.
00:02:37: Also der simpelste allgemeine Faktor wird wahrscheinlich sein in Familien, wo die Eltern zusammengeblieben sind, ist die Resilienz hoch.
00:02:44: Und bei getrennten Paaren ist die Resilienz niedriger.
00:02:46: Ja genau, das könnte dir so passen, nein.
00:02:49: Aber es geht tatsächlich um Bindung und Bindungssicherheit.
00:02:52: Das ist der Faktor Nummer eins für Resilienz bei Kindern.
00:02:55: Also wie sicher gebunden fühlen sich die Kinder?
00:02:58: Und entsprechend, wie unsicher gebunden sind sie und wie wenig Resilienz haben sie dadurch.
00:03:02: Und das trägt sich bis ins Erwachsenenalter.
00:03:04: Also, wenn jemand superunsicher gebunden war, keine sicheren Beziehungen erfahren hat als Kind, dann ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass er keine gute Resilienz als Erwachsener hat, als wenn jemand wirklich mit Sicherheit aufgewachsen ist, sich geliebt gefühlt hat, supported gefühlt hat.
00:03:20: Und das finde ich so krass, wenn man sich auch das manchmal so anguckt, dass... Ja, eigentlich ein Zufallsprodukt, ob du in der Familie groß geworden bist, wo deine Eltern gesagt haben, wir können dich lieben, so wie du bist oder wo sie die Möglichkeit hatten, ja auch schon durch ihre Eltern und durch transgenerationale Traumata-Bedingung oder ob du in der Familie groß geworden bist, wo du dir morgens selber Frühstück machen musstest und das waren die Chips, die du aus dem Schrank ziehen musstest.
00:03:47: Ja, auch gerade Frühstück und Frühstücksbox machen ist auf jeden Fall eine grundlegende Geschichte für Resilienz.
00:03:54: was das ausmacht, die Kinder gut zu versorgen.
00:03:57: Und wenn man in der Familie groß wird, wo Versorgung schon gar nicht stattfindet, so das Grundbedürfnis oder nur ganz gering, ja, das ist mit einer der Faktoren, die wahrscheinlich am Ende auch sich bis ins Erwachsenalter ziehen können.
00:04:08: Ja,
00:04:08: ein Hundert Prozent.
00:04:10: Was machst du denn eigentlich für deine Kinder, würdest du sagen, dass sie sich sicher angenommen fühlen?
00:04:16: Und dass du eine verlässliche Bezugsperson bist, ist das so einfach so ganz selbstverständlich und natürlich?
00:04:21: oder gibt es auch so aktive Sachen, die du dafür tust?
00:04:25: Also ich glaube das erste und wichtigste als Eltern ist, dass man nachvollziehbare Handlungen vollzieht, also dass egal ob Konsequenzen oder ob Zuwendung, dass das für das Kind, logisch wollte ich grad sagen, aber logisch muss das ja nicht sein, nachempfindbar und konsequent ist.
00:04:43: Also das wenn man Unsichere Bindung kreiert im Sinne von, hey, das Kind weiß jetzt nicht, ob es für das, was es getan hat, ein positives Feedback bekommt oder ein negatives Feedback.
00:04:53: Und auch in schwierigen Situationen hoffe ich, dass meine Kinder, und ich glaube, das kriegen wir ganz gut hin, auch das Gefühl bekommen, hey, es ist zwar nicht okay, wie du dich verhalten hast und das spiegeln wir dir auch, aber es hat nichts damit zu tun, dass wir dich als Eltern lieben und wertschätzen und dass wir dich als Person weiterhin.
00:05:11: mögen und lieben.
00:05:12: Natürlich gibt es klassische Rituale, die am Abend vor allem stattfinden, wie das, ich liebe dich oder ich hab dich lieb zu sagen oder zu kuscheln und in den Arm zu nehmen.
00:05:22: Aber auch gerade in Konfliktsituationen, den Kindern immer wieder zu vermitteln, hey, ich bin da, ich bin präsent.
00:05:28: Du
00:05:28: tauchst nichts.
00:05:29: Genau, du tauchst nichts.
00:05:31: Und ich erlebte es ja jetzt gerade ganz krass auch bei meiner Tochter, die nach Hause kommt und dann eine Drei geschrieben hat.
00:05:36: Und gestern hat sie sich zum Beispiel beschwert.
00:05:37: Sie meinte, Sie hat einen Drei geschrieben, war hochgradig enttäuscht über ihre Note, weil sie vorher krass geübt hat.
00:05:43: Und wir haben auch entsprechend jetzt nicht positiv reagiert.
00:05:46: Wir haben jetzt also nicht euphorisch ... Ein Drei war für Papa total
00:05:49: gut.
00:05:51: Exakt, genau.
00:05:54: Und sie kam dann am Abend noch mal runter und meinte,
00:05:56: ja,
00:05:57: sie findet es irgendwie so blöd, dass wir immer so doof reagieren, wenn sie eine Drei geschrieben hat.
00:06:01: Weil wir sind immer so ... Sie hat das für sich wahrgenommen, wir wären dann enttäuscht und wütend auf sie.
00:06:07: Schön, dass du mir das sagst.
00:06:08: Stimmt aber nicht.
00:06:08: Ich hab dann so mal exemplarisch und spielerisch aufgemacht, wie die Reaktion aussieht bei einer eins, bei einer zwei, bei einer drei, bei einer vier, bei einer fünf, bei einer sechs.
00:06:17: Und dann haben wir erst mal drüber gelacht.
00:06:18: Aber... Auch da ist es natürlich wichtig, dass meine Tochter das Gefühl bekommt, hey, die Drei ist nicht das Problem oder beziehungsweise die drei natürlich nicht schön.
00:06:25: Für sie vor allem, wenn sie das besser haben möchte, also der Frust kommt ja dann vor allem aus ihr heraus.
00:06:29: Aber sie wird jetzt nicht als Person abgewertet dafür, deswegen, weil sie eine schlechte und anführende Not nach Hause gebracht hat.
00:06:36: Und ich glaube, das ist auch wichtig in der Reflektion mit den Kindern auch auszuarbeiten, dass es nicht darum geht, du bist schlecht, sondern hey.
00:06:43: Du bist weiterhin gut oder wir mögen nicht weiterhin, aber wenn du was daran ändern möchtest, dann können wir das gemeinsam machen oder du musst halt selber gucken, was du dafür tun möchtest.
00:06:52: Sonst erzieht man Kinder, die versuchen durch Leistung ihr Selbstwertgefühl aufzupäppeln.
00:06:57: Das größte Gift.
00:06:58: Ja, und vielleicht passiert es auch schon ganz gering.
00:07:01: Also das habe ich mich auch gefragt an dem Moment, in dem Moment, wo meine Tochter auf mich zukommt und sagt, ich weiß nicht, ihr reagiert so blöd, wenn ich eine drei schreibe und ich mal ganz ehrlich, die drei ist jetzt auch... Okay, das ist nichts Dramatisches, v.a.
00:07:12: wenn es ab und zu mal passiert.
00:07:14: Aber im Prinzip ist sie schon sehr ehrgeheizig und sehr leistungsbezogen.
00:07:17: Sie versucht schon immer, alles um möglichst eins oder zwei zu schreiben und trifft sich regelmäßig mit ihrer Freundin, um zu lernen, lernt auch freiwillig, kommt nach Hause und sagt, nein, ich muss erst mal noch lernen.
00:07:27: Ich kann noch nichts anderes machen.
00:07:29: Ich erinnere mich nicht daran, dass ich mit zehn Jahren nach Hause gekommen bin und gesagt hab, Mama, ich muss erst mal lernen.
00:07:33: Das war ein bisschen anders bei mir.
00:07:35: Würdest du sagen,
00:07:36: sie hat das eher von deiner Frau oder von dir, wenn sowas auch weiter ... gegeben würden, genetische Faktoren, aber Sozialisierungsfaktoren?
00:07:44: Also auf jeden Fall hat sie dieses fleißige und akribisch und vor allem, ich will nicht sagen gefallen wollen, das wäre furchtbar, aber Leistung erbringen, das gehört sich so und das hat sie eher von meiner Frau.
00:07:57: Also das Dinge gehören erledigt und das macht man einfach so und es ist pflichtbewusst zu sein, pflichtbewusst.
00:08:03: das Wort, was ich gesagt habe, das ist definitiv von meiner Frau, das kommt nicht von mir.
00:08:07: Wie haben das deine Eltern gemacht, dass du dich angenommen gefühlt hast?
00:08:10: Oder haben sie das kreiert?
00:08:12: Ich glaube, die haben das auch kreiert.
00:08:14: Aber auch ich bin mit diesem blöden Gefühl nach Hause gekommen.
00:08:18: Und bei mir waren es nicht die Eins und Zwei, sondern es war eher, also ich hab auch natürlich in der Grundstelle, wie viele eher die Eins und Zwei nach Hause gebracht.
00:08:24: Aber die kritische Phase kommt ja dann in der fünften, sechsten, siebten, achten Klasse.
00:08:28: Und da waren es eher dreien, vieren, zweien, dreien, vieren, auch mal ne Fünf.
00:08:33: Und ich glaube, dass es auch für Eltern einfach ein... Schwieriges thema.
00:08:38: wie geht man damit um?
00:08:39: also die erste fünf ist noch ja okay die zweite ist und spätestens ab der dritten in der leistungsgesellschaft in der wir leben oder die die schule ein vorkaukeln will.
00:08:47: Möchte man ja auch das beste für seine kinder und in irgendeiner form überträgt sich dann diese reaktion dann auch auf die kinder.
00:08:53: also das ist bei mir auch passiert.
00:08:54: also meine eltern haben mir kein gutes gefühl gegeben ich ne fünf nach hause gebracht habe.
00:08:59: ich überlege gerade wie das bei mir war mit den noten.
00:09:01: Aber ich kann mich daran erinnern, dass ich monetär belohnt worden bin, wenn ich gute Noten bekommen habe.
00:09:07: Aber da ging es nicht um Einzelnoten, sondern wenn du die Versetzung in die nächste Klasse schaffst, dann so war es bei mir.
00:09:17: Dann bekommst du.
00:09:18: Das Geld war besonders kritisch so.
00:09:21: zum Ansätzen der Pubertät, dass ich auf jeden Fall so einen Hänger hatte und auch keine Motivation oder beziehungsweise auch schlecht weg überfordert war.
00:09:29: Ich hatte auch keine Eltern, die mir in der Schule helfen konnten.
00:09:32: Das muss man auch immer sagen.
00:09:33: Gar nicht?
00:09:34: Ja, bis zur dritten, vierten Klasse vielleicht, aber danach war es schwierig.
00:09:38: Also,
00:09:40: aus zeitlichen Gründen, weil meine Mutter oder mein Vater eben auch immer wieder ganz viel gearbeitet haben und dann nicht da waren, aber auch von der Anforderung her.
00:09:50: Wenn du die Französisch gelernt hast, kannst du dein Kind auch kein Französisch beibringen.
00:09:54: Also, das geht ganz schwer.
00:09:56: Also, ich musste letztens bei meiner Tochter auch nochmal Mathe ... üben um überhaupt diese aufgaben die sie hatte und da ging es nur um schriftliche division.
00:10:05: also eigentlich nichts schwierig ist.
00:10:06: aber wenn man das seit weiß nicht dreißig jahren nicht gemacht hat ich stand erst mit einem großen fragezeichen da wusste nicht mehr wie man irgendwie die zahlen da runter schiebt und kleiner neben schreibt und wurde dann auch überführt von meiner tochter die es besser gemacht hat sich was dann aber auch schön war dann konnte sie mir das beibringen.
00:10:20: das hilft ja auch nicht beim lernen.
00:10:22: das ist das gute.
00:10:24: Ich überlege gerade, was mir meine Mama und Papa da in dem Bezug beigebracht haben.
00:10:28: Ich glaube, sie haben ja irgendwie einen anderen Wert vermittelt, einen größeren Wert, dass man alleine gut klarkommen kann und muss.
00:10:37: Ich weiß nicht, ob das meine Resilienz gestärkt hat, aber ich denke schon.
00:10:41: Und was mir meine Marke gezeigt hat durch ihre ständigen Berufswechsel, dass man sich immer wieder neu entscheiden kann.
00:10:47: Aber was wir auch beide gezeigt haben.
00:10:50: Es gab nie, du kannst das nicht schaffen, sondern probier es aus und dann wirst du das schaffen.
00:10:55: Das war auch was, was für mich ganz wichtig war und eine Quelle von Resilienz.
00:11:00: Und wenn man es nicht geschafft hat, war es bei meinem Vater schlimm, bei meiner Mutter nicht.
00:11:04: Bei meiner Mutter war es so ganz egal so, ah wenigstens hast du es probiert.
00:11:07: Und bei meinem Vater war es so, du tauchst nicht.
00:11:11: Also das hat er nie gesagt, aber ich habe es immer zwischen den Zeilen gelesen.
00:11:16: Hast du das dann auch ausgenutzt?
00:11:17: Also hast du schlechte Noten eher bei deiner Mutter abgegeben und bei deinem Vater das verschwiegen?
00:11:22: Ich meine, wahrscheinlich gab es ja den Moment, wo ihr auch getrennt gelebt habt oder nicht.
00:11:25: An dem Moment hast du das dann komplett verschwiegen vor deinem Vater?
00:11:27: Ich
00:11:27: habe ja bis viert so bei meiner Mutter gelebt und hat sich mein Vater gar nicht so wirklich um die Noten gekümmert.
00:11:32: Er ist jetzt nie vorbeigekriegt und hat gefragt, was hast du für Noten geschrieben?
00:11:35: Und bei meiner Mutter war es tatsächlich nicht wichtig oder recht egal.
00:11:39: Es war so, ja, kommst durch, ja, geht schon irgendwie.
00:11:42: Und dann bei meinem Vater ... Der wollte dann schon immer mal sehen, was da gerade läuft, als ich ab dem vierzehnten Lebensjahr bei ihm gewohnt habe.
00:11:51: Aber da die selber nie wirklich gute Leistungen in der Schule gebracht haben, war es auch nicht so, dass sie, glaube ich, so einen ganz krassen Fokus darauf hatten.
00:12:02: Bei mir kam das erst viel, viel später, dass ich gesagt habe, ich möchte da richtig gut sein drin.
00:12:08: Ich möchte auch mich tief vorbereiten im Studium und mein Studium habe ich dann auch viel, viel besser abgeschlossen.
00:12:15: Es ist am Ende eine Fleißsache für die allermeisten.
00:12:18: Also das kannst du trainieren.
00:12:20: Fleiß kannst du trainieren und es braucht natürlich ein Ehrgeiz oder eine Willensstärke auch, um sich dann immer wieder hinzusetzen und zu sagen, ich mach das.
00:12:29: Je mehr Routine du da entwickelst, desto leichter wird es auch.
00:12:31: Du brauchst nicht jeden Tag die gleiche Willenskrab, wenn du erst mal eine Routine entwickelt hast.
00:12:37: Was würdest du denn sagen, gibst du deiner Tochter damit sie resilient durchleben gehen kann?
00:12:42: Also sie kann und darf sich auf jeden Fall ausprobieren in vielen Sachen und Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln.
00:12:48: Also was für mich ganz ganz wichtig ist, sich selber ausdrücken zu können auf verschiedenen Wegen und Kanälen.
00:12:55: Jetzt wird sie bald Schauspielunterricht nehmen, weil sie das unbedingt möchte.
00:13:00: Dann hat sie Klavier- und Gesangsunterricht, dann haben wir immer wieder ganz große Freizeitflächen, wo wir Rumeilbern und dieses Rumeilbern ist für mich auch eine Form von Selbstausdruck.
00:13:13: Sachen imitieren, Leute imitieren.
00:13:16: Bestimmte Charaktermerkmale nachmachen sich selber nicht so ernst nehmen.
00:13:21: Dann, was gebe ich hier noch mit, dass Körperlichkeit und Geborgenheit eine große Quelle sein kann.
00:13:29: Also, ich kuschel mit ihr, hab immer wieder Ruhephasen.
00:13:33: Dann für das leibliche Wohl, sorg ich.
00:13:36: indem ich ihr gesunde leckere Sachen mache, zubereite oder aber auch mitgebe und sie aber auch da inkludiere, dass sie das mit zubereiten kann oder auch so was wie ein Haustier, die Chance zu geben, Selbstwirksamkeit zu erleben, nicht nur im Sportverein, sondern eben auch, dass ich mich um ein kleines Lebewesen kümmere und eine Beziehung aufbaue und dafür sorge, dass dieses kleine Lebewesen versorgt ist.
00:14:02: Ich glaube, es passieren viele Sachen, was mir jetzt auch noch einfällt, ist, die Welt zusammendecken, auch mal verreisen und gucken, wie leben andere Menschen, wie geht's da zu sich, darüber sprechen, Sachen in Erfahrung bringen, zu gucken, warum geht es anderen auch anders.
00:14:18: Ungleichheit in der Welt.
00:14:20: Was ist es noch?
00:14:21: Ich glaube, die Art und Weise, wie ich auf Konflikte und Situation reagiere auch mittlerweile, wenn es mit ihrer Mama, also meiner Ex-Freunden, mal Stress gibt, dass wir gelassen reagieren, auch mit ihr.
00:14:34: ... einen gelassenen Umgang zu finden.
00:14:37: Routinen ... ... einhundert Prozent geben total viel Sicherheit, ... ... geben ihr total viel Sicherheit, ... ... unsere Einschlafroutine.
00:14:44: Also mir fallen da ein paar Sachen ein.
00:14:45: Hört sich erst mal da noch an, ... ... dass auf jeden Fall eine gute Basis ist, ... ... von dem, was ein Kind mitkriegen sollte, ... ... unresilient durch Leben zu gehen.
00:14:52: Ja, und was mir auch noch auffällt, ... ... was ich ... ... selber nicht so wirklich häufig erfahren habe, ... ... von meiner Mutter mehr, von meinem Vater nicht, ... ... sich entschuldigen können, ne?
00:15:01: Also letztens ... Also ... A, bin ich ja eher minimalistisch als maximalistisch unterwegs, wenn es um die Wohnung geht und wie viel Zeug man braucht.
00:15:10: Also ich habe schon viel Zeug, aber ich bin auch immer jemand, der gerne mal aussortiert und dann entweder verschenkt oder Sachen, die man nicht verschenken kann, wegschmeißt.
00:15:19: Und ab und an fällt auch mal eine Kleinigkeit von meiner Tochter mit rein.
00:15:25: Du meinst, du bist jemand, der heimlich auch mal ein Kuscheltier, was schon zwei Jahre nicht bekuschelt wurde.
00:15:30: Huch, es ist außerdem im Müll gelandet.
00:15:33: Aber es ist natürlich furchtbar.
00:15:35: Es ist natürlich furchtbar, weil sie entdeckt das immer zwei, drei Wochen später.
00:15:40: Und dann ist das Geweine groß und das ist natürlich das gewichtigste Kuscheltier.
00:15:43: Und dann ist es auch nicht gut, wenn ich das nochmal gleich besorge.
00:15:48: Aber Moment mal Gassleitest du deine Kinder nicht?
00:15:50: Also ich sag dann den immer, das musst du verbummelt haben.
00:15:52: Also ich hab damit nichts zu tun.
00:15:54: Ich geb das schon zu.
00:15:56: Meistens ist es aber auch so, dass ich gar keine andere Wahl habe, weil meine Ex-Freunde schon vorher mich verredet und sagt, ja, das hat Papa
00:16:01: bestimmt abgefunden.
00:16:03: Dann gibst du nichts mit Gassleit.
00:16:04: Aber wie hat sie das denn rausgefunden?
00:16:06: Das machst du dann immer ne Fotos von den Kuscheltieren und sagst, guck mal hier, ich würde das gern wegschmeißen.
00:16:14: Wie ich das rausgefunden habe?
00:16:15: Nein, wie deine Ex-Freunde das rausfindet, dass du auf einmal ein Kuscheltier von deiner Tochter weg ist.
00:16:20: Na ja, meine Tochter geht natürlich zu meiner Ex-Freunde und sagt, hey, sie ist ein Kuscheltier weg.
00:16:25: Und dann sagt sie, es hat Papa ziemlich sicher einfach weggeschmissen oder aussortiert.
00:16:28: Boah, ist aber auch nicht.
00:16:29: Na ja, natürlich ist das nicht geil.
00:16:31: Ey, ich krieg noch so viele Sachen vorgehalten.
00:16:34: Also, es ist nicht nur einmal passiert, ich hab mich jetzt gebessert, ich lasse jetzt einfach ihr Zeug.
00:16:38: Und wenn auszusortieren ist, Dann mache ich das mit ihr zusammen und dann gibt's auch ein Beutel, da kommt das rein und da wohnt das dann erstmal zwei, drei Wochen.
00:16:47: Bevor es dann wirklich verabschiedet wird.
00:16:49: Ey, sie hatten ein Problem damit sich von Dingen zu verabschieden, wie meine Ex-Freunde.
00:16:52: Nee, nee, nee, das hat sie nicht.
00:16:54: Das hat jedes Kind.
00:16:55: Wie viel fucking Beutel wir schon, diese... Zwischenlebebeutel kenne ich auch schon, wo die Kuscheltiere in widerigen Umständen und irgendwelchen Plastiktüten ihr Zwischenleben da verfristen müssen.
00:17:07: Also wie heißt es die Death Row?
00:17:09: In der Todeszelle, bevor die umgebracht werden, leben auch diese Kuscheltiere in diesem, ist viel, viel schlimmer für die Kuscheltiere.
00:17:16: Anstatt dass man die gleich direkt entsorgt.
00:17:18: Oder ein
00:17:18: neues Zuhause gibt.
00:17:21: Ja oder es gibt, ja natürlich gibt es viele Kuscheltiere, weil Kuscheltiere sich auch super gut finden.
00:17:26: Ja, das sage ich jetzt reichst du.
00:17:28: Also ich weiß nicht wie du's hast, du schon mal gebrauchtes Kuscheltier gekauft?
00:17:32: Nicht gekauft, aber ich kenne Stationen, wo man's abgeben kann und wo sich Kinder drüber freuen.
00:17:37: Gibt es.
00:17:38: Da haben wir auch welche abgegeben.
00:17:39: Ja, da haben wir auch schon welche abgegeben.
00:17:40: Natürlich.
00:17:42: Wir haben auch schon mal... weil wir mal in so einer Station was abgegeben haben.
00:17:46: und da war so ein ganz lustiger Polizist als Handpuppe, der begleitet dann immer noch, der spielt sich immer total auf, das ist ein ganz kleiner Polizist, der passt so meine Hand halt rein und dann spiele ich den immer.
00:17:57: und der nimmt sich immer ganz wichtig und trillert immer rum, aber meine Tochter verschleißt das hin und der prägt sich dann immer auf und verhaftet sie, aber meine Tochter lässt sich natürlich nicht verhaften.
00:18:07: Das ist schon seit Jahren unser Spiel, das spiele ich schon seitdem sie... Weiß nicht, zwei, drei ist und das will sie immer noch spielen.
00:18:15: Also der Polizist soll immer noch kommen und Leute verhaften und für Ordnung sorgen.
00:18:20: Und schafft dann natürlich nie.
00:18:23: Aber das ist eine Puppe, die gebraucht ist.
00:18:26: Und so eine Handpuppe ist auch nicht gerade lecker.
00:18:27: Was meinst du, wie spitzig das in dieser kleinen Puppe wird?
00:18:30: Aber die ist nur für die Eltern.
00:18:31: Na gut, wenn die Kinder sie auch benutzen als Handpuppe, ist sie auch für die Kinder nicht so... Nee,
00:18:34: sie geht da nie rein, ich gehe da rein.
00:18:35: Der hat auch schon ein ganz zerfetztes Gewand.
00:18:38: Aber muss man da durch... Ich lass ihn bald mal nähen, glaube ich, oder nähen.
00:18:41: Selber.
00:18:42: Ich hatte ja Nadel- und Fahnenunterricht, also auch das.
00:18:46: Hattest du?
00:18:46: Ja, klar, Mann.
00:18:47: Ich kann auch mit der Nähmaschine umgehen.
00:18:50: Wirklich?
00:18:51: Ja!
00:18:51: Also Nadel- und Fahnenkrieg auch noch hin, aber Nähmaschine... Ist auch
00:18:54: nicht so schwer, Mann.
00:18:56: Man weiß muss gucken wie die Fäden eingefädelt werden und er holt sich den dann selbst von unten und dann wie man die hinlegt und wie man diesen Steigbügel herunter macht auf den Stoff.
00:19:05: Ich weiß nicht mehr wie das alles heißt, aber dann drückt man unten aufs Gaspedal und schon geht es ab.
00:19:10: Man muss die Fäden kurz am Anfang festhalten, dann nach hinten und nach vorne und dann kann man schon freudig loslegen.
00:19:16: Ist wirklich nicht so schwer.
00:19:19: Ja, lass dir das mal zeigen von deiner Frau.
00:19:20: Die macht es doch.
00:19:22: Ja, aber von meiner Tochter auch, die kann mittlerweile auch nähen.
00:19:24: Sie hat mir auch
00:19:24: schon so einiges genäht.
00:19:26: Ja, was machst du denn mit den Sachen?
00:19:28: Also ich nutze sie, hat mir so ein Kissen genäht, weil ich habe so eine für die Handunterlage, für die Maus und dann hat sie mir zu Weihnachten einen Kirschkernkissen genäht, was ich benutze, wenn es draußen kalt ist um meine Füße zu wärmen, weil ich bin eigentlich keiner der irgendwie Wärmflaschen oder so braucht, aber da habe ich schon ein paar
00:19:43: mal genutzt.
00:19:45: Worauf ich eigentlich hinaus wollte mit meiner Akkuschritiergeschichte ist, dass ich gelernt habe, mich dann zu entschuldigen dafür, zu sagen, hey, tut mir leid, da bin ich dich übergangen und das habe ich falsch eingeschätzt und da habe ich einfach was entfernt, was dir gehört hat.
00:19:59: Und genau, ich entschuldige mich jetzt einfach immer, wenn ich das mache und schon ist gut.
00:20:02: Nein, ich mach's nicht mehr, Mann.
00:20:04: Aber
00:20:05: das finde ich super wichtig, auch den Kindern auch aufzuzeigen, hey, für das eigene Fehlverhalten oder die Eltern sind auch nicht perfekt, sondern ... Verhalten sich auch mal gegenüber ihren Kindern nicht richtig und sich dafür zu entschuldigen ist auf jeden Fall nicht nur wichtig, um Resilienz zu lernen, das auf jeden Fall auch, aber auch um den Kindern zu zeigen, hey, im Leben wird es immer wieder mal Situationen geben, wo du selber auch das Gefühl hast, hey, ich wollte eigentlich das Richtige machen, habe vielleicht doch was falsch gemacht oder jemand anderen damit verletzt und dann ist es auch keine Schande sich zu entschuldigen.
00:20:35: Also sich dann nicht irgendwie noch weiter da reinzusteigern und versuchen auf seinen Recht zu pochern, sondern zu sagen, hey, Sorry war ein Fehler von mir und auch das gab schon muss ich auch zu geben gegenüber meiner Tochter vor allem schon öfters, wo sie auch wirklich sauer auf mich war, dass ich mich so und zu verhalten habe oder dass ich dann sie in dem Moment aufgezogen habe.
00:20:54: Also ich habe meine Tochter schon ein paar mal zum Wein gebracht, weil ich irgendwie ein Scherz übertrieben habe.
00:20:58: ... und sich dann auch offen und ehrlich und aufrichtig zu entschuldigen.
00:21:02: Das wird auch nicht immer sofort angenommen, also mein Tochter ist schon an einem Punkt, wo sie nicht sofort sagt, ja, okay, oder mit einem Lächeln dann irgendwie zurückwürfen, sondern... Ah, da reagierst
00:21:10: du natürlich zauber nicht drauf und drückst dir dann noch einen Spruch, ne?
00:21:13: Nein, da muss ich mich mittlerweile zusammenreißen, weil die Zeiten sind vorbei.
00:21:16: Da muss ich schon wirklich Respekt vor und das auch ehrlich meinen.
00:21:19: Also die Entschuldigung muss auch gemeint sein.
00:21:22: Zeitlang war es dann auch so, ach komm, ist doch nicht so... Auch da Gaslighting, ach's kommt, jetzt habt ich nicht so, so schlimm war das doch jetzt gar nicht.
00:21:29: Nee, nee, wenn die Verletzung wirklich präsent ist und auch offensichtlich aufgezeigt wird, da auch wirklich ehrlich zu zustehen, hey, Papa hat dir Mist gebaut und hat sich hier falsch verhalten gegenüber.
00:21:40: Wie förderst du die Stärken deiner Kinder und wie erkennst du die?
00:21:43: Ist das eher bei deiner Frau oder im gemeinsamen Prozess?
00:21:48: Besprech dir das?
00:21:50: Fördert ihr das bewusst oder passiert das eher so ganz natürlich, dass ich eure Kinder Hobbys wählen?
00:21:56: Ja, es find's manchmal gar nicht so einfach zu schauen, was sind wirklich Stärken der Kinder, die man fördert.
00:22:01: und was ist das, was man als Eltern auch im Blick hat?
00:22:04: Hey, das ist gut, dass ihr das einfach durchzieht, damit ihr im Alter oder später halt auch davon was habt.
00:22:11: Also das beste Beispiel ist natürlich zweimal die Woche Sport, auch wenn mal der Frust groß ist und man keine Lust hat oder sie keine Lust haben, dahin zu gehen.
00:22:19: Klavierspielen zum Beispiel ist jetzt bei uns eingeschlafen komplett.
00:22:23: Da hat sich meine Tochter nach langen Gesprächen und mehreren Versuchen dafür entschieden, das nicht mehr machen zu wollen.
00:22:28: Und das ist auch okay.
00:22:29: Trotzdem war ich da lange im Überlegen, ist es der richtige Weg oder wäre es besser gewesen, sie dazu weiter zu motivieren?
00:22:35: oder?
00:22:35: ich will nicht das Wort Zwingen sagen, aber im Prinzip wäre es das.
00:22:39: Aber was dadurch entstanden ist, ist, dass meine Tochter sich... jetzt sehr fürs malen zeichnen und werkeln interessiert und da auch wirklich oben regelmäßig mit bildern aquarell bildern runterkommt oder irgendwelchen selbst gebauten sachen.
00:22:53: jetzt baut jetzt gerade so ein kleines zimmer wo mit so einer komischen knete ansonsten versuche natürlich im alltag jegliche situation die sie vielleicht auch in der schule erlebt oder wenn es darum geht.
00:23:05: darzustellen oder zu präsentieren oder auch mitzumachen.
00:23:08: im Unterricht ist ja auch so ein riesen thema lange gewesen.
00:23:10: Und am mittel und wege zu finden sie zu motivieren und vor allem auch eine selbstwirkendkeit erleben zu lassen.
00:23:16: also mit dem melden hat sie selber auch gelernt hey wenn ich da aktiv was für tour dann passiert auch was und es verändert sich auch meine wahrnehmung der lehrer die dann auch auf sie zugekommen ist und das benannt hat.
00:23:25: also es ist auch nicht unwichtig im alltag auch immer wieder.
00:23:29: ... den Kindern zu vermitteln, hey, du bist auch selber ... ... mitverantwortlich für deine Selbstwirksamkeit.
00:23:35: Und klar, stärken und motivieren, ... ... aber auch immer wieder zu zeigen, hey, am Ende ... ... musst du auch selber was dafür tun.
00:23:41: Das können nicht nur deine Eltern übernehmen.
00:23:43: Es ist komisch, und manchmal sind ... ... Kinder bei manchen Punkten total ... ... intrinsisch motiviert und wollen das immer wieder machen.
00:23:49: Und man denkt sich schon so, oh Mann ... ... nervt langsam.
00:23:51: Und bei anderen Sachen muss man richtig ... ... pushen oder hat das Gefühl, das mehr fördern zu müssen.
00:23:56: Also bei meiner Tochter ist zum Beispiel so ... Die wollte unbedingt ein perfektes Rad lernen.
00:24:02: Das hat sie wirklich über Monate jeden Tag gemacht, in beide Richtungen, einhändig.
00:24:08: Und dann irgendwann wollte sie einen Tonverein und dann ist sie auch in so einen Tonverein gegangen oder geht ja immer noch und will dann auch immer diese Turniere mitmachen und möchte, dass ich so bestimmte Posen von ihr abfrage und so.
00:24:22: Also wirklich
00:24:23: richtig.
00:24:23: Man hat auch eine ultra strenge Lehrerin.
00:24:26: Sie möchte dann auch immer, weil beim Tonverein ist es zweimal die Woche anderthalb Stunden und wirklich die ziehen krass durch.
00:24:32: dass ich dann auch öfter mal durchs Fenster gucke.
00:24:34: Das ist so eine Riesenhalle und es gibt so ein Fenster, wo ich immer mal wieder durchgucken soll und winken soll.
00:24:39: Bei mir ist es immer so ein Abwägen.
00:24:41: Also, ganz häufig passiert es dann so eine halbe Stunde, dass gar nicht geguckt wird und dann muss ich im richtigen Moment irgendwie am Fenster stehen
00:24:46: und winken.
00:24:47: Natürlich.
00:24:49: Was ist gesehen, Papa?
00:24:52: Natürlich dann immer erwischt, wenn ich nicht da bin, ganz klar.
00:24:55: Du hast gar nicht im Fenster geguckt, weil ich will dann natürlich auch die Zeit nutzen, entweder dass ich selber Sport mache, nehme manchmal eine Kettebell mit und mache dann vor der Tür Sport oder, dass ich halt meine Lieblingsbeschäftigung nachgehe, e-mails ab arbeite.
00:25:09: Ich bin dann meistens so, dass ich fünf oder zehn Minuten, bevor die Unterrichtsstunde vorbei ist, zum Fenster gehe und mich da positioniere.
00:25:17: Ist auch immer hart umkämpft das Fenster.
00:25:19: Das sind immer andere Väter, die dann auch so durchgucken und immer so ganz aufhören.
00:25:22: Ja, ich gucke, ich gucke auch.
00:25:24: Und dann kommt immer so ein anderer Kopf hervor.
00:25:25: Ich gucke auch.
00:25:27: Ich hab dich auch, Lieb.
00:25:29: Aber da merke ich, dass sie ihre eigenen... Bereits vorhanden in Fähigkeiten noch weiter ausfällt und stärkt.
00:25:35: Und das war bei mir auch immer so, dass ich bestimmte Interessensfelder hatte.
00:25:38: Da brauchte ich gar nicht so einen Push von meinen Eltern.
00:25:41: Und das war immer Sport auf jeden Fall so.
00:25:44: Snowboarden, Inliner fahren, Eishockey spielen, Basketball.
00:25:49: Also alles, was mit Sport zu tun hatte.
00:25:50: Und dann gibt's so Sachen.
00:25:52: Da muss ich das schon ein bisschen mehr ins Spielchen verpacken.
00:25:56: Wie Rechnen und Schreiben und diese ganzen ... Standard-schulischen Aufgaben.
00:26:02: Da brauchst du irgendwie mehr von mir Unterstützung, damit sie ihre Fähigkeiten entwickeln kann.
00:26:09: Also du meinst, dass du die motivieren musst, Sachen zu machen oder?
00:26:12: Ja,
00:26:13: auf jeden Fall.
00:26:14: Und das ist natürlich auch nervig, aber...
00:26:17: Absolut.
00:26:18: Fühlt natürlich nicht so wirklich im Weg dran vorbei.
00:26:20: Wie sieht es denn aus, sich bezüglich Freundschaften und sozialen Kontakten mit anderen?
00:26:25: Sorgst du dafür, dass sich deine Tochter regelmäßig verabredet, indem du die Spielt ihr jetzt ein Leitest oder deine Ex-Freundin oder macht sie das mittlerweile schon selber?
00:26:35: Tatsächlich ist es so, dass ich natürlich gucke, in welchem Umfang das stattfindet und ich muss eher ein bisschen bremsen, als dass wir zu viel machen.
00:26:43: Das sagt zumindest meine Ex-Freundin immer,
00:26:46: dass ich
00:26:47: zu viel unternehme und zu viel plane.
00:26:50: Sie hat tatsächlich das Glück, dass sie häufig von anderen Kindern gefragt wird, ob sie vorbeikommen will, mit ins Kino gehen möchte, ob sie mal wieder vorbeikommt, ob man zu ihr mitgehen kann.
00:27:00: Das heißt, das ist wie so ein Strom, der von alleine läuft.
00:27:04: Aber sie sagt auch, ich möchte mich mal wieder mit ihr treffen, kannst du die Eltern anschreiben?
00:27:09: Das sagt sie mir auch aktiv.
00:27:10: Und mit ihrer besten Freundin, das ist ja die Nachbarin, das passiert so automatisch ganz häufig, dass einer mal klingelt und dann geht man rüber oder man trifft sich im Hausflur.
00:27:20: Und dann gibt es ja noch ihre Nichten und Neffen und das passiert auch recht automatisch, dass sie dann ... einfach klingeln und sagen, sie würden gerne vorbeikommen.
00:27:27: Und wenn wir gerade nichts zu tun haben oder auch wenn wir mal was zu tun haben, sind eigentlich mal alle herzlich angeladen.
00:27:32: Das heißt, das passiert sehr organisch.
00:27:34: Sie kümmert sich zum größten Teil selbst drum, aber das umsetzen, das mache ich dann auch, wenn sie mit ihrer Schulpartin was machen möchte.
00:27:41: Sie hat ja kein Handy oder so, um die anzuschreiben.
00:27:43: Wenn sie die gerade nicht sieht, dann schreibe ich die an und frage, hey, wann hättest du mal wieder Zeit?
00:27:47: Mein Tochter hat Lust, was mit dir zu machen.
00:27:49: Hast du auch Lust und gib mir gerne ein paar Daten durch.
00:27:52: Aber die Grundmotivation oder der Grundimpuls kommt schon auch von deiner Tochter, wenn ich das so spiele.
00:27:58: Ja, einmal Prozent.
00:27:58: Einmal Prozent.
00:28:00: Gar
00:28:00: nicht von...
00:28:01: Ja, weil das ist etwas, wo ich mich manchmal frage, wie sehr sollte man da die Kinder auch oder wir unsere Kinder dazu auffordern?
00:28:07: Hey, möchtest du dich nicht mal verabreden oder möchtest du dich mit dem und dem treffen?
00:28:12: Weil das machen schon auch noch, also bei meiner Tochter geht's.
00:28:15: Sie hat auch den Vorteil, dass sie ihre beste Freundin direkt neben dran wohnt.
00:28:18: Das heißt, es ist immer so der schnelle, ja, ich weiß nicht, was ich machen soll, also gehe ich rüber oder hole sie her.
00:28:24: Aber es gibt schon auch so Momente, wo ich mich frage, hey, machen wir da zu viel?
00:28:28: Also wir, ich rede jetzt von mir, das macht vor allem meine Frau.
00:28:31: Spiele jetzt verabreden und mit anderen Müttern irgendwie schreiben, hey, wollen wir die wieder mal treffen?
00:28:35: Sich treffen lassen bei denen oder bei uns?
00:28:37: Also vor allem auch bei meinem Sohn.
00:28:39: Und ich frage mich manchmal, ob wir da zu viel machen.
00:28:41: und fördert es dann auch die Resilienz, wenn sozusagen immer von oben das gesteuert wird?
00:28:45: Oder sollte man die Kinder eigentlich mehr oder weniger mehr alleine lassen und dann selber einen Impuls zu entwickeln?
00:28:51: Hey.
00:28:52: Ich möchte mich verabreden mit dem und dem.
00:28:53: Und Mama, kannst du das vielleicht mal einleiten?
00:28:57: Da hab ich noch keine richtige Antwort auf die, was eine gute Mischung ist.
00:29:00: Also, es ist wirklich eine Ausprobierung am Alltag.
00:29:02: Also, zum einen ... kann es ja sein, dass ihr Beziehungskonto so voll ist, dass sie gar nicht so wirklich das Bedürfnis haben, noch mehr Verabredungen zu haben, noch mehr zu spielen, sondern vielleicht brauchen sie auch ein bisschen Zeit für sich.
00:29:15: Und das reicht ihnen in der Schule.
00:29:17: und der familiäre Kontext, den sie haben, wo sie auch ziemlich eingebunden sind, dann noch die Hobbys und die Aufgaben nach der Schule, das kann sein.
00:29:24: oder der Sportverein, das haben sie auch.
00:29:26: Aber die andere Seite der Medaille ist auch, je weniger soziale Kontakte wir haben und je weniger wir die pflegen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit natürlich auch, dass wir so ein Gefühl von Einsamkeit entwickeln.
00:29:37: und Einsamkeit, dass das Problem führt dazu, dass wir andere schlechter bewerten und so eine Einstellung entwickeln können von wegen, ach die anderen wollen eh nichts mit mir zu tun haben und ich will auch nichts mit denen zu tun haben und dass ich mich selber schlechter bewertet, dass ich sage, naja.
00:29:51: ist ja schon klar, dass die anderen nicht mit mir spielen wollen und dass ich nicht zum Geburtstag eingeladen werde, weil ich bin ja auch uncool.
00:29:57: Ja.
00:29:59: Ja, so ein schmaler Grad.
00:30:00: Total.
00:30:01: Ich habe es beim Mädchen in einem näheren Verwandtenkreis erlebt, dass sie auch angefangen wurde, gemobbt und gehänselt zu werden in der Schule und dass sich das ganz schnell bei ihr zugezogen hat, dass sich ganz schnell zurückgezogen hat und dass diese Spirale halt ins Laufen gekommen ist.
00:30:17: Ich habe dann viel häufiger ihr Angebote gemacht, dass sie bei uns auch sein konnte und dass wir mit ihr Zeit verbringen.
00:30:24: Und das kann natürlich dann wieder in so eine Gegenrichtung gehen, dass jemand doch merkt, hey, ich bin liebenswert, Leute haben Lust mit mir Zeit zu verbringen.
00:30:32: Aber es ist auf jeden Fall ein gefährlicher Kreislauf.
00:30:35: Aber du hättest es auch super nutzen können, um dem Kind zu sagen, hey, jetzt kannst du mal deine Resilienz, die deine Eltern mitgegeben haben, hier auf die Probe stellen, wie gut du wirklich abgeschirmt bist gegen soziale Ausgrenzung.
00:30:46: Ich würde sagen, dass Mädchen erfährt relativ viel Parantifizierung.
00:30:50: Das heißt, dass die Eltern, speziell die Mama, ziemlich übergriffig ist in der Beziehung und Sachen bei ihr ablädt, die nicht zu ihr gehören, sondern eher zu einem Beziehungspartner und Gespräche führt, etc.
00:31:04: und auch emotionale Abhängigkeiten schafft.
00:31:06: Das heißt, das ist ja ein Faktor, der gerade keine Resilienz schafft, sondern... Das schafft häufig das Weltbild.
00:31:14: Ich muss etwas tun, dafür, dass Mama mich lieb hat, dafür, dass Papa mich lieb hat, nämlich da sein, mich um die Bedürfnisse der anderen Personen kümmern, meine Bedürfnisse hinten anstellen.
00:31:25: Und es führt dann im erwachsenen Alter ziemlich häufig dazu, dass die Leute ihre eigenen Bedürfnisse gar nicht mehr wahrnehmen, überangepasst sind und zum Beispiel irgendwann in der Depression oder im Burnout landen.
00:31:37: Merkst du, dass es Bereiche gibt, wo es dir schwerfällt, deine Kinder loszulassen, wo sie Selbstwirkseunkeit erleben könnten, aber du sagst dann, ne, auf gar keinen Fall.
00:31:47: Nee, ich glaube, ich glaube nicht, also ganz im Gegenteil, ich bin eher jemand, der versuchen würde, sie alles ausprobieren zu lassen.
00:31:58: Also dieses typische Überbehüten, nee, das möchte ich nicht, weil, also es gab letztens auch die Situation, mein Sohn wollte oder meine... Tochter geht meistens mit ihrer Freund oder oft hier zu einem... Einkaufsladen, wo man Hunde lecker ließ kaufen kann oder alle möglichen Hunde hoteln sind.
00:32:14: Und mein Sohn wollte mitlaufen und dann war meine Frau sofort so, ah, okay.
00:32:19: Ja, komm, dann fahren wir zusammen im Auto.
00:32:20: Und ich sag, hey, ist das so ein Quatsch?
00:32:22: Lass ihn doch da mitlaufen.
00:32:23: Ist doch super.
00:32:23: Ist doch eine coole Möglichkeit, ihn auch mal alleine hier durchs Dorf laufen zu lassen.
00:32:28: Und wenn er seine große Schwester dabei hat, was soll denn passieren?
00:32:30: Und dann ist auch keiner das gesunde rüber entstanden.
00:32:32: Sie meinten, ja, stimmt.
00:32:33: Warum eigentlich nicht?
00:32:34: Leider hat sich mein Sohn eine halbe Stunde später dazu entschieden.
00:32:36: Na, doch kein Bock.
00:32:37: Aber ich bin da eigentlich ziemlich... offen, dass ich sobald sowas kommt, sage ich, hey, go for it.
00:32:42: Das Gleiche ist jetzt im Schiurlaub.
00:32:43: Meine Tochter hatte gar kein Bock auf ein Ski-Kurs.
00:32:45: Und da war meine Frau dann auch so, hm, es wäre vielleicht doch nicht schlecht.
00:32:48: Und la, la, la, ich meine, so, hey, warum kann ich doch mit ihr alles, fährt mittlerweile so gut?
00:32:52: Das mache ich alles mit ihr alleine zusammen.
00:32:53: Und wenn sie da selber sagt, sie traut sich das zu, jetzt mit mir mitzuhalten, warum denn nicht?
00:32:57: Also ich habe da eigentlich kein Problem, die Kinder alleine loslaufen zu lassen.
00:33:00: Es gab glaube ich selten Bereiche, wo ich gesagt habe, ah, nee, lieb, ich möchte da gerne meine Hand drüberhalten.
00:33:05: Meine Tochter hat auch kein Bock auf ein Ski-Kurs, was immer super nervig.
00:33:08: ist für mich, weil ich dann immer mit ihr alle Strecken machen muss.
00:33:12: Und sie ist jetzt auch nicht so sicher, dass sie überall problemlos runterkommt.
00:33:17: Also sie fährt schon immer besser, keine Frage, aber nervt schon manchmal.
00:33:23: Lass ich sie dann auch.
00:33:24: Ich bin dann auch so, okay, dann stecke ich ein bisschen zurück in meinem Skiurlaub.
00:33:29: Also es ist ein Unterschied zwischen meiner Tochter und meinem Sohn.
00:33:31: Mein Sohn muss weiterhin in Skikos.
00:33:33: Meine Tochter, die fährt mittlerweile so sicher, dass Ja, sie könnte natürlich in dem Schiurlaub, in dem Skikurs noch was lernen, aber das letzte Jahr war es schon so, dass sie eigentlich alle Pisten, die schwarze, die ich selber nicht gerne fahre, mitgenommen hat und mit mir gemeinsam fahren konnte.
00:33:50: Und jetzt in diesem Urlaub das erste mal ist, wo ich sage, wir können morgens direkt loslegen, zusammen auf dem Berg fahren und alle Pisten runterfahren.
00:33:56: Das einzige, was halt wäre, ist, bring ich ihr was falsch bei.
00:33:59: Also es wäre noch so, hey, wäre es vielleicht notwendig, in Skikos zu gehen, damit sie dort noch lernt, wie man wirklich parallel sauber fährt oder was auch immer.
00:34:05: Aber eigentlich kann sie alle Pisten... bis zu roten Pisten, was man so fährt, fahren.
00:34:11: Ich hab da auch richtig Bock drauf.
00:34:13: Ich bin sogar an dem Punkt, dass ich sage, du musst nicht mehr ein Ski-Kurs, weil wir beide können gemeinsam den Ski-Tag gemeinsam verbringen.
00:34:19: Fährt deine Frau nicht?
00:34:21: Nee, die fährt nicht mehr.
00:34:21: Die hat sich entschieden, dass ihr das zu wenig Spaß macht.
00:34:25: Sie sagt, sie verbringt lieber den Urlaub mit dem Hund und macht lange Spaziergänge.
00:34:30: Sie ist auch mittlerweile an einem Punkt, wo ... Sie würde bei meiner Tochter gar nicht mehr mithalten.
00:34:34: Sie
00:34:35: müsste mit einem Sohn fahren.
00:34:37: Ihr müsst in meinem Sohn fahren, die Zeiten sind... Also auch mein Sohn kommt mittlerweile überall runter, wenn er Bock hat.
00:34:42: Ja,
00:34:42: okay.
00:34:43: Okay, okay, check.
00:34:44: Aber deswegen, ich würde, also wenn ich an deiner Stelle wäre und sie noch nicht so sicher fährt, würde ich persönlich meine Tochter oder mein Sohn in den Skikurs zwingenden Anführungszeichen, weil leider, und ich glaube, das können alle Eltern, die irgendwie... mit Kindern einen Sport machen, den sie vielleicht selber können lernen die Kinder meistens mit den eigenen Eltern nicht so gut weil sie oft in diese in die Widerstände kommen die man eigentlich nur bei Eltern aufmachen kann.
00:35:06: bei einem fremden Trainer der muss
00:35:08: so durch
00:35:09: muss so durch sind blödes wort.
00:35:10: aber dann kommen diese ganzen nicklichkeiten die sich diese sich bei den Eltern erlauben können halt da nicht so durch.
00:35:17: das gleiche wie nach schul und nakita die gleiche thematik Ja, am Ende willst du ja mit deiner Tochter möglichst eine sichere Skifahrerin haben, damit du genau auch mit ihr gut die Pisten abfahren kannst.
00:35:27: Und das war damals meine Intention.
00:35:28: Also ich habe meine Tochter in den Skikurs gezwungenen Anführungszeichen auch immer mit der Aussicht.
00:35:33: Umso schneller du das lernst, umso besser du da bist, umso schneller können wir den Chico skippen und du dann kannst dann nur noch mit mir fahren.
00:35:39: und an dem Punkt sind wir jetzt genau.
00:35:41: Ich habe ja schon zwei komplette Urlaube investiert und die haben ihre Früchte getragen.
00:35:45: Sie hatte einfach keinen Bock mehr.
00:35:46: Ich konnte da nichts machen.
00:35:48: Also, sie
00:35:49: hat dann gesagt, Nö, bleibe ich zu Hause
00:35:51: und da will ich auch nicht.
00:35:53: Oh, okay, da will
00:35:55: ich dann auch nicht irgendwie sagen, Nö.
00:35:56: Zuhause bleibst du auch nicht, du gehst da jetzt hin.
00:35:58: Weil es ist am Ende auch Urlaub und soll allen Spaß machen.
00:36:01: Und es ist auch nicht so, dass ich überhaupt keinen Spaß denn habe.
00:36:03: Ich fahre mit ihr dann bis vierzehn Uhr und dann ist ihr auch meistens fertig und geht mit meiner Schwester mit.
00:36:09: Und dann fahre ich nochmal alleine mit meinem Bruder oder mit meinem Neffen.
00:36:13: Und dann machen wir nochmal drei Stunden und dann ist auch okay.
00:36:15: Also das passt eigentlich ganz gut.
00:36:18: Und wie gesagt, ich möchte am Ende, dass sie Freude hat bei dem, was sie macht und ich möchte auch Zeit mit ihr verbringen.
00:36:26: Das ist auch tolle Zeit irgendwie, selbst wenn es nicht so schnell vorangeht, weil selbst wenn ich nicht so ein Adrenalin kriege, mit ihr das zu erleben, wie sie sicherer und sicherer wird und wie es mit jedem mal besser klappt und auch ihre Freude darüber zu erleben.
00:36:40: Und auch wenn es nicht klappt, ne?
00:36:41: Dann irgendwie langsam und geduldig zu sein.
00:36:44: Also ich habe meine Sportverletzung im Zusammenhang mit Sport mit meinem Vater immer bekommen, wenn er gesagt hat, ja, passt schon, fahrt er einfach runter, ne?
00:36:51: Bei meinem Schiefer, ne?
00:36:53: war dann lange auf dem Snowboard unterwegs und dann konnte ich mal wieder Skifahren.
00:36:58: Und da war ich auch noch recht klein.
00:36:59: Und dann meinte er einfach so, ja, ja, fahr mal runter mit Skiern, das macht gar nichts.
00:37:02: Und ich fahr halt runter, war zu langsam, dadurch sind die Bindung nicht aufgegangen, gleich das Knie verdreht.
00:37:08: Ich will ihm das jetzt nicht in die Schuhe schieben, aber mein Vater war schon immer so.
00:37:13: Passt schon,
00:37:14: geht schon irgendwie.
00:37:16: Und ich hab dann als Kind zu wenig Selbstreflektion gehabt, um für mich die Situation einzuschätzen und zu sagen, Ah, vielleicht passt das nicht.
00:37:26: Würdest du jetzt im Nachhinein sagen, diese Situation haben dir heute eher geholfen?
00:37:30: Oder hättest du dir das damals anders gewünscht?
00:37:32: Also, man könnte ja daraus die Lehre ziehen, hey, ich hab gelernt, am Ende mich mehr auf mich selbst verlassen zu müssen.
00:37:37: Das ist meine Residenz, die ich heute mitnehme.
00:37:39: Oder ich hab eher ein Thema damit, weswegen ich lieber... Also, ich... weil dir weiß ich ja doppelt vorsichtig bin, weil ich am Ende weiß, es gibt keinen, der mich irgendwie auffängt, sondern ich muss am Ende bei mir selber gucken.
00:37:50: Also
00:37:50: ich würde sagen, das Thema Vertrauen lerne ich immer besser.
00:37:53: Und wer in anderen nicht vertraut, vertraut ja auch auf einer ganz, ganz tiefen Ebene ganz häufig nicht in sich selber.
00:38:01: Aber das würde ich sagen, arbeite ich gut auf und lerne ich immer mehr.
00:38:06: Und es hat speziell bei meinem Vater dazu geführt, dass ich sage, Ich überdenke, dass was er sagt, ob das für mich passt.
00:38:15: Also, ob das wirklich auch meine Wahrheit ist.
00:38:17: Und es hat auch dafür gesorgt, dass ich bei meiner Tochter lieber zweimal hinhöre und sage, ich möchte sie da nicht irgendwie übergehen und darauf achten, wenn sie Ängste hat, wenn sie sich nicht traut und lieber fünf Minuten oder zehn Minuten mehr Zeit einplanen und sagen, hey, dann machen wir es ganz, ganz langsam.
00:38:35: Dann heißt es im Schulab halt mal für mich.
00:38:37: Sie zwischen die Beine zu nehmen und dann ganz langsam runter zu fahren oder ihr eine Schnur zu geben oder einen Stock und zu sagen, halt ich daran fest.
00:38:44: Und ich, ja, das wird schon da unten ist ein Netz, das fängt dich auf oder leg dich einfach zur Seite, falls es zu schnell wird.
00:38:50: Es war immer so oder ganz häufig so in meiner Wahrnehmung, dass ich mit herausfordernden Situationen alleine umgehen musste.
00:39:00: Und bei ihr, bei meiner Tochter ist es allerdings anders, dass ich sie... Vielleicht bin ich da auch anders als Vater und ängstlicher als mein Vater.
00:39:07: Mein Vater war ... Auch bei sich selber immer überhaupt nicht ängstlich.
00:39:11: Der hat ein Paragleiding Schein gemacht, das habe ich mit ihm zusammen gemacht.
00:39:15: Und er hat den Typen, den Fluglehrer, nicht richtig gehört, weil er schwerhörig ist.
00:39:19: Und dann hast du so ein Funkgerät, was irgendwie dran klemmt.
00:39:22: Und dann rennst du an dem Berg oben in ein Tausend Fünfhundert Meter Höhe los, ist meistens so ein Ski Piste.
00:39:28: Und dann bist du auf einmal in der Luft und dann hörst du halt den Fluglehrer, riecht's, riecht's bitte halt den, fährt's die.
00:39:35: Und ein Vater hatte nicht gehört und ist voll... alle in einem Baum gekracht.
00:39:40: Der ganze Schirm war kaputt.
00:39:42: Ihm ist nichts passiert.
00:39:42: Er hat da so drin gebaumelt.
00:39:45: Und so eine Dinger macht er einfach so.
00:39:46: Weil, na, wird schon nichts passieren irgendwie.
00:39:48: Und wenn, ist auch okay.
00:39:50: Ey, ich war mit dem in so einem krassen Gewitter im Flugzeug wirklich.
00:39:54: Das ganze Ding hat geschäppert.
00:39:56: Der Pilot konnte das nicht mehr umfliegen.
00:39:58: Alle Leute haben geschrieben, wenn ich jetzt sterbe, dann sterbe ich eben.
00:40:02: Und das hat er irgendwie auch auf uns Kinder übertragen.
00:40:07: Wird schon nichts passieren.
00:40:07: Geht alles gut.
00:40:09: Und ich denke, das sind mir meine ... Wenn
00:40:10: wir sterben, sterben wir halt alle als Familie zusammen.
00:40:12: Nee, das sterben wir halt.
00:40:14: Dann hat sie
00:40:14: sollen sein.
00:40:16: Also, auf der einen Seite hab ich das auch ein Stück weit, dass ich denke, es wird alles gut gehen am Ende.
00:40:21: Also, am Ende geht nicht alles gut, weil wir alle sterben, aber bis dahin geht alles gut.
00:40:26: Ist natürlich eine Illusion.
00:40:27: Und gleichzeitig hab ich auch doch was Ängstlicheres.
00:40:30: Und dadurch, dass bei mir ganz häufig dieser ängstliche Kern übergangen wurde, Und es ist kein Raum dafür gehabt, biete ich, glaube ich, meiner Tochter mehr Raum dafür.
00:40:41: Und sie ist allerdings so, dass sie super viel erkunden will.
00:40:44: Sie würde gerne Bungie jumpen, sie würde gerne Fallschirm springen.
00:40:48: Wir sind ja auch öfter mal in der Flughalle und fliegen da.
00:40:51: Also wir machen ja ganz viele verschiedene Sachen.
00:40:54: Und ich muss sie eher bremsen.
00:40:56: Letztens war ich auf Madeira und da gibt es... Eine Zip-Line ist, glaube ich, die höchste oder längste Zip-Line der Welt.
00:41:03: Du wirst auf einer so hundertdreißig kmh schnell.
00:41:06: Und das ist wirklich crazy.
00:41:09: Und ich habe, während ich da war, schon gefragt, ab welchem Alter das Kinder machen dürfen.
00:41:14: Weil ich wusste, wenn ich mit meiner Tochter mal da bin, will die das unbedingt machen.
00:41:18: Aber ich habe so ein bisschen die Sorge, dass ich so einen kleinen Adrenalin-Junkie erziehe, der dann nur noch den Kick kriegt über so heftige Stimulierungen und eigentlich seit seiner Kindheit schon überstimuliert ist.
00:41:29: Und dann immer noch heftigere Sachen suchen, muss man am Ende beim Basejumping landen und von irgendwelchen großen Hochhäusern runterspringt.
00:41:36: Da gibt es ja die höchste Klippe Europas auf Madeira, das sieht's glaube ich irgendwie, sechseinhalb Meter hoch.
00:41:40: Also wirklich crazy, guck's doch runter und denkst, alter, what the fuck geht ab?
00:41:45: Und neben dieser Aussichtsplattform aus Glas waren so ein paar Dudes, eine Frau, vier, fünf Männer, die darunter gesprungen sind, ne?
00:41:54: So erste eine, dann der andere, dann noch einer.
00:41:57: Der andere, der Vorletzte.
00:41:59: hat wirklich mal so zwei, drei Minuten gebraucht.
00:42:01: Man hat richtig gemerkt, dass es so krass überwindung war.
00:42:05: Es sah auch so heftig aus, weil die sind so hinter der klippe verschwunden, die sind runter gesprungen und dann so dahinter verschwunden und irgendwann wieder aufgetaucht und die frau ist als letzte gesprungen und auch so einfach so bam runter, zwar echt heftig zu sehen, also dass bei mir alles angesprungen als die gesprungen sind, also richtig die angst reingeklickt.
00:42:23: Aber ich habe die Befürchtung, wenn ich so ein überstimuliertes Kind großziehe, dass sie auch irgendwann mal da diejenige ist, die da einfach unterspringen muss.
00:42:33: Ja, könnte gut sein, dass sie gelernt hat oder vielleicht auch irgendwann nicht gelernt, sondern vielleicht auch einfach durch den ständigen neuen Reiz, der durch nicht Gefahr, aber durch neue coole Sachen entsteht, dass sie dann irgendwann auch sagt, ja, ich brauche große spannende Reize, alles andere ist mir zu langweilig.
00:42:48: Andererseits gibt es eine Theorie von Alex Hornold, das ist so ein Freaklimber, der Bei Freesolo mitgemacht hat, diesem Kletterfilm, der ist absolut krass.
00:42:59: Ich finde das einer krassesten Kletterfilme aller Zeiten.
00:43:03: Der hat gesagt, dadurch, dass Menschen nicht mehr wirklich Lebensgefahr erleben in ihrem Alltag, sucht sich das Gehirn.
00:43:12: künstlich gefahren, weil es darauf ausgelegt ist und fängt an zu grübeln und sich ganz viel Sorgen zu machen.
00:43:18: Verpasse ich jetzt den Flug oder ich habe noch nicht eingechenkt oder, oh Gott, ich habe noch nicht eingekauft, die Wörste ist noch nicht aufgehängt, weil wir eben nicht mehr wirklich Gefahren ausgesetzt sind.
00:43:27: Fande ich ganz spannend die Theorie.
00:43:30: Macht auch Sinn, also... Ich glaube, so nicht umsonst gibt es ganz viele Möglichkeiten, im Alltag Nervenkitzel zu kreieren, ob der Rummel ist oder ob das Base-Jumpen ist oder der Bungee-Jump.
00:43:43: Das spricht ja dann wieder rum dafür, dass ich mit meiner Tochter Bungee-Jumpen gehe.
00:43:47: und ja, okay, gut, dann habe ich deinen Go.
00:43:49: Ich glaube, wenn wir in der Gesellschaft leben würden, wo jeden Tag man Angst haben muss, gefressen zu werden oder irgendwas passiert, wo der Adrenalin-Pigel auf so einem Dauer hoch ist, ich glaube, die Menschen würden gar nicht so oft haben gar nicht so das Verlangen danach.
00:44:02: True Crime
00:44:02: würde voll anrelevanzwahrscheinlich verlieren, weil die Leute gar nicht mehr so den Kick suchen würden in Geschichten, sondern sagen würden, ja, ich bin gerade ganz froh, in Sicherheit zu sein.
00:44:14: Aber das ist vielleicht auch die Antwort, wie man resiliente Kinder erzieht.
00:44:18: Wirklich die Kinder in Lebensgefahr bringen immer und immer wieder.
00:44:25: Nein, natürlich nicht.
00:44:26: Aber auch Kinderabenteuer leben.
00:44:28: und Selbstwirksamkeit.
00:44:29: Das ist ganz, ganz wichtig.
00:44:31: Und wir als Eltern, glaube ich, haben dann die Verantwortung, einen gesunden Rahmen zu ziehen und zu schaffen und zu sagen, das geht ein bisschen weit oder das ist noch im Rahmen des Möglichen und der Sicherheit.
00:44:40: Und da gucke ich einfach von mal zu mal, was für sie gut ist und was halt zu viel ist.
00:44:48: Ja gut, sind wir da mal eingetaucht in das Thema.
00:44:51: Und ich finde, ich kann auch selbst immer wieder was für meine Resilienz tun.
00:44:54: Ich merke immer, was es bei mir ist.
00:44:55: Sport und Sauna ist... ultra krass und Freunde treffen und Tagebuch führen und tiefe Gespräche führen.
00:45:01: Das sorgt dafür, dass meine Resilienzbatterie aufgeladen wird.
00:45:05: Und an euch vielen Dank fürs Zuhören.
00:45:08: und eine ganz ganz wichtige Sache noch.
00:45:10: Ich war... Neulich im ARD-Podcast Eltern ohne Filter.
00:45:13: Das war ein wahnsinnig spannendes Gespräch.
00:45:15: Und wenn ihr Lust habt, hört mal in diesen Podcast rein.
00:45:18: Da gibt es ganz viele spannende Elterngespräche mit unterschiedlichsten Verbarungen von Eltern.
00:45:24: Es ist wirklich richtig, richtig spannend, diese Einblicke in die Gesellschaft, gerade von Menschen, die Kinder haben, zu gewinnen.
00:45:30: Also sehr, sehr empfehlenswert.
00:45:32: Eltern ohne Filter, der ARD-Podcast.
00:45:34: Und dann bleibt jetzt eigentlich nichts mit zu sagen, außer macht's gut.
00:45:37: Tschüss und bis zum nächsten
00:45:38: Mal.
00:45:39: Bis dahin, wir wünschen euch was.
00:45:42: Das
00:45:42: war Beste Vaterfreuden.
00:45:44: Eine Produktion von Auf die Ohren.
Neuer Kommentar