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Starke Gefühle bei Kindern – Was hilft wirklich beim Regulieren? – mit Die Kinderdolmetscher

Shownotes

„Das beste Kind ist ein glückliches Kind!“ – denkste! Denn Wut und Trauer gehören genauso zu Kindern wie Freude oder Stolz. Aber wie begleiten wir unsere Kinder durch diese starken Gefühle, ohne sie wegzudrücken oder alles immer gleich lösen zu wollen? Und wie können Eltern dafür sorgen, dass Kinder lernen, ihre Emotionen wahrzunehmen, zu regulieren und für sich zu nutzen (z.B. bei einer Polizeikontrolle)? Darüber spricht Jakob in dieser Folge mit Jana und Claudia vom Podcast „Die Kinderdolmetscher“ – also zwei echten Expertinnen, wenn's darum geht, kindliche Gefühle verständlich zu machen. Gemeinsam fragen wir uns, was uns die Körpersprache unserer Kinder über ihre Bedürfnisse verrät, ob man ein wütendes Kind auch mal alleine lassen darf – und warum Kartoffelbrei überraschend wirksam bei der Emotionsregulierung sein kann.

– Hier geht’s zum Kinderdolmetscher Club – Hier findest du den Podcast „Die Kinderdolmetscher” – Und hier geht’s zum Buch „Die Kinderdolmetscherin”

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Transkript anzeigen

00:00:01: Warum

00:00:01: gibt es die Welt?

00:00:03: Papa, ich hab dich lieb.

00:00:05: Mama macht die Arbeit und Papa macht den Quatsch.

00:00:08: Beste Vaterfreuden.

00:00:10: Der langweilige Podcast

00:00:11: übers Vatersein.

00:00:13: Ja, ja, ja!

00:00:15: Du hast den Papa.

00:00:15: Weißt du, dass wir auch manchmal Wein singen?

00:00:19: An die Branne und die Schraube.

00:00:21: Setzt

00:00:21: dich bitte hin.

00:00:23: Hallo und herzlich willkommen zu Beste Vaterfreuden, dem Podcast über das Vatersein.

00:00:28: Und der liebe Max ist leider heute verhindert.

00:00:30: Darum habe ich mir weibliche Unterstützung geholt.

00:00:33: Jana Altmann.

00:00:34: Genau,

00:00:35: Jana Altmann.

00:00:35: Herzlich willkommen.

00:00:37: Und Claudia Schwarz-Wilmüller.

00:00:38: Hallo.

00:00:39: Claudia, du bist Diplompsychologin.

00:00:41: Genau.

00:00:42: Mutter von zwei erwachsenen Söhnen.

00:00:44: Genau.

00:00:45: Also über achtzehn auf jeden Fall.

00:00:46: Yes.

00:00:47: Und ... Arbeitest ganz, ganz viel mit Kindern zusammen, beziehungsweise mit Menschen, die auch Kinder betreuen.

00:00:53: Das ist so deine Spezialisierung.

00:00:55: Du bist die Kinder-Dolmetscherin.

00:00:57: Und zusammen habt ihr auch ein Podcast.

00:01:00: Jana, du arbeitest als Reporterin für NTV, RTL bis selber Mama von einem Sohn, der vier Jahre alt ist.

00:01:06: Genau, der wird ... im April wird dafür, ja.

00:01:09: Und Mama von noch einem ungeborenen Kind, ne?

00:01:12: Genau, also wir machen ja Podcast, ihr könnt's nicht sehen, aber es ist so kurz davor, dass mein Mann, der Uher-Hamburger ist, zu mir heute Morgen meinte, wenn unser Kind in Berlin auf die Welt kommt, dann gibt's Ärger.

00:01:25: Ihr könnt das nicht sehen, aber Jan

00:01:26: ist jetzt echt

00:01:27: schwanger, also so richtig schwanger.

00:01:29: Ja,

00:01:29: also wie viele Woche ist das dann?

00:01:32: Also so, dass Claudia hier in der Nähe Geburtskliniken schon mal raus geguckt hat.

00:01:35: Also

00:01:37: super, grüße dich raus an Sissi.

00:01:39: Ja.

00:01:41: Genau, grüße an Sissi rasche.

00:01:44: Schnell hier mal vorbeikommen dann.

00:01:46: Genau, wir wollen heute so ein bisschen sprechen, wie man Kinder gut emotional begleiten kann in ihrem Aufwachsen.

00:01:52: Weil das ist ja auch so ein Spezialgebiet, was ihr auch öfter besprecht.

00:01:56: Und das ist auch ein Gebiet, was mich total interessiert.

00:01:58: Ich habe ja mal ein Buch dazu geschrieben, für dich ganz, da geht es um Erwachsene.

00:02:02: Und ich bin selber Vater von einer Tochter, die ist jetzt... Und für mich ist immer die Frage, wie kann ich als Elternteil dafür sorgen, dass sie alle Emotionen fühlt, einen guten Umgang damit findet und auch später im Leben die Emotionen nutzen kann für sich.

00:02:20: Schön, schönes Ziel.

00:02:21: Selbst

00:02:21: wenn ich selber damit manchmal Probleme habe.

00:02:26: Das Problem mit Emotionen hat uns keiner.

00:02:29: Du bist ganz allein mit.

00:02:31: Das sage ich mir nicht, aber habt ihr darauf schon mal... eine erste Antwort, vielleicht auf das erste Wie kann ich Emotionen von meinem Kind gut begleiten.

00:02:41: Und ich mache mal ein Beispiel.

00:02:43: Als meine Tochter mal bei einem Ski-Rennen verloren hatte, also die hatte nicht verloren, ich weiß nicht auf welchen Platz die war, auf jeden Fall war sie total komisch.

00:02:48: Aber für dich hatte sie verloren.

00:02:49: Nee,

00:02:49: für mich hatte sie verloren.

00:02:50: In deinen

00:02:51: Augen.

00:02:51: Und nicht auf dem ersten Platz war sie für mich natürlich verloren.

00:02:54: Du tauchst nichts.

00:02:56: Das hast du gleich vom Mittelkauf weg, ne?

00:02:57: Ja, also ich sag's denn erst mal nicht, das sag ich dann später immer, so wenn sie dann wirklich in ihren Emotionen ist, um das zu fördern.

00:03:04: Ich mach das erst mit Blicken.

00:03:05: Sodass ich mich abwende.

00:03:07: Also Silent Treatment und so.

00:03:09: Ja,

00:03:09: sehr gut.

00:03:10: Das ist nicht der Moment.

00:03:12: Nein, aber die hat dann angefangen zu weinen und war dann total traurig.

00:03:16: Ich hab sie einfach in den Arm genommen und hab das dann begleitet.

00:03:20: Auch gar nicht so mit sei nicht traurig oder macht nichts, ist nicht so schlimm.

00:03:25: Weil für sie war das sehr schlimm in dem Moment.

00:03:26: Ach,

00:03:27: wie schön, super.

00:03:28: Also, wir können ja mal mit der ersten Emotion anfangen, Traurigkeit.

00:03:32: Tendenziell erlebe ich mehr Männer, die ein Thema damit haben.

00:03:36: Ja, obwohl, nein, würde ich nicht sagen, weil Mamas haben das auch.

00:03:40: Kinder müssen, wenn es geht, die ganze Zeit glücklich sein.

00:03:44: Das wäre echt gut.

00:03:45: Das ist aber überhaupt nicht unsere Lebenserfahrung, ganz seltsam, aber irgendwie erwarten wir das von den Kindern.

00:03:49: Also kein Mensch hat das.

00:03:50: Wir haben jeden Tag irgendwas zu tun mit Trauer oder Wut oder irgendwie sowas.

00:03:55: Aber bei den Kindern hätten wir am liebsten, dass sie immer lachen und fröhlich sind.

00:04:00: Ja, ich glaube es.

00:04:01: Ganz häufig schwer für Eltern das auszuhalten bei ihren eigenen Kindern, weil es noch schmerzlicher ist als für einen selber.

00:04:06: Genau.

00:04:08: Wie mache ich das, wenn wir jetzt mit Traurigkeit anfangen?

00:04:10: Wie begleite ich das am besten?

00:04:11: Also du hast schon, das könntet ihr jetzt nicht sehen, aber du hast schon schön so eine Bewegung gemacht.

00:04:16: Und das Dumme ist, du hast es schon perfekt gemacht.

00:04:18: Du hast das Gefühl aufgenommen und einfach benannt, gesagt Mensch, jetzt also nicht so sei nicht traurig, sondern du bist gerade traurig.

00:04:26: Und das ist eigentlich schon alles, was es braucht.

00:04:27: Es braucht eine Person, die da ist, die diese Gefühle mit mir aushält und das dann vielleicht noch mal benennt.

00:04:32: Und das kommt uns immer zu wenig vor.

00:04:34: Weil wir immer denken, na ja, da muss ich mehr machen, ich muss was verändern, es muss aufhören.

00:04:40: Ich muss es irgendwie stoppen.

00:04:41: Aber du bist sozusagen Coach so an der Seitendinie des Spielfeldes.

00:04:45: Und das ist dein einziger Job.

00:04:47: Sagen, was das Kind fühlt und dabei sein.

00:04:49: Wir halten es zusammen aus.

00:04:52: Und das ist einfach schon, weil ich so dadurch kriege, das Kind so kann es dann Gefühle irgendwann dann versprachlichen.

00:04:57: So im Alter deiner Tochter geht das dann so langsam los, dass man wirklich sagen kann, okay, ich bin traurig.

00:05:03: Und dann kann man damit besser umgehen, wenn man es im Kopf und im Bauch hat.

00:05:07: Für mich war ganz wichtig zu verinnerlichen, dass es nicht darum geht, das Gefühl schnell wegzumachen.

00:05:13: Weil Claudia hat mal gesagt, sie hat noch nie einen Brief oder ... einen Anruf oder eine Nachricht bekommen mit, mein Kind ist so glücklich, was kann ich dagegen tun?

00:05:25: So.

00:05:25: Und ich glaube, dass so in unserer Generation würde dich und mich jetzt mal als eine Generation bezeichnen.

00:05:31: Ich glaube, dass wir es ganz schwer haben, weil wir wissen, dass es einen richtigen Weg gibt, Gefühle zu begleiten, dass das uns aber niemand gezeigt hat.

00:05:42: Also, dass in unserer Kindheit, ich weiß nicht, wie es bei dir war, Gefühle ohne jetzt meinen Eltern irgendwie dafür Schuld anlasten zu wollen.

00:05:52: Aber ich war halt ein gutes Kind, wenn ich ein glückliches Kind war.

00:05:56: Und ich glaube, wir haben jetzt in unserer Generation total den schwierigen Spagat, weil wir das hinkriegen müssen oder wollen, bei unseren Kindern mit schlechten Gefühlen gut umzugehen.

00:06:07: Wir selbst haben es halt nie gelernt.

00:06:09: Und das ist ja eine doppelte Bürde irgendwie.

00:06:11: Wir haben es am Allerschwersten als gefühlsligastheniker.

00:06:15: Und dann gehen dann das gut beizubringen.

00:06:17: Aber was du sagst, kann ich glaube ich unterstreichen.

00:06:20: Und das ist ja oft nicht aus Boßheit passiert, sondern einfach aus Unwissenheit und weil... meine Eltern schon von ihren Eltern sozialisieren.

00:06:27: Genau.

00:06:28: Und das sind Nachkriegs-Kinder.

00:06:30: Und im Krieg gab es nicht so viel Raum.

00:06:32: Und Julia, danke, dass du das sagst.

00:06:33: Großartig.

00:06:34: Weil wenn man so zurückguckt in die Generation, war es eigentlich, es wurde immer schlimmer bis zum Mittelalter hin.

00:06:39: Und wir haben wirklich diese Nachkriegs-Generation, die heißt ja nicht umsonst Silent Generation, weil sie wirklich verstummt ist.

00:06:45: Die haben ja keine Gefühle für den ganzen Schrecken und das Grauen einfach entwickeln können.

00:06:50: Und das finde ich immer ganz schön, wenn du so liebevoll sagst, das kommt einfach, wir sind die letzten einer... Langenreihe von Leuten, denen es da nicht so gut ging mit dem Thema Gefühle.

00:06:59: Genau, die durften Gefühle nicht fühlen.

00:07:01: Und wenn sie sie gefühlt haben, dann gab es keine Worte dafür.

00:07:04: Genau.

00:07:04: Deswegen die Silent Generation.

00:07:07: Ja, und gleichzeitig ... sind wir auch.

00:07:10: Und ich finde, das ist ein speziell deutsches Phänomen.

00:07:12: Das kenne ich bei uns und auch in unserer Familie.

00:07:15: So diffizitär manchmal in unserem Blick.

00:07:17: Und wenn wir uns jetzt die Generation angucken, wir haben ja schon einige Sprünge gemacht.

00:07:22: Also schon allein, dass das Thema ein Podcast ist, ist ja eine Entwicklungsreise.

00:07:27: Also auch das darf man sich angucken.

00:07:29: Gleichzeitig, das was ihr gesagt habt zum Thema Glück und Phänomenglück.

00:07:34: Das beste Kind, das ein glückliches Kind, ist das wirklich so?

00:07:38: Mit Glück haben wenig Eltern Probleme anscheinend.

00:07:40: Ja,

00:07:40: total.

00:07:41: Wie gesagt, da hab ich noch nie eine Frage zugekriegt.

00:07:43: Das will auch keiner weghaben.

00:07:44: Aber bei Trauer und Wut, das sind höchst unpopuläre Gefühle, die wir mal möglichst schnell weghaben.

00:07:49: Vielleicht, weil das bei uns natürlich auch unbehagen aufs löst.

00:07:52: Auf

00:07:52: jeden Fall.

00:07:54: Kommen wir doch mal zum Thema Wut.

00:07:55: Was sind da so häufige Themen, die euch erreichen?

00:07:58: Und wie geht ihr damit um?

00:08:00: Was ist beim Thema Wut groß?

00:08:02: Also, ich selber hab ein Kind in der Familie, was auf jeden Fall richtig ordentlich wütend sein.

00:08:07: kann.

00:08:07: Meine Tochter ist tatsächlich nicht so oft so krass wütend.

00:08:11: Das vermisse ich ein bisschen bei ihr, aber ich weiß auch nicht, wie ich das fördern soll.

00:08:14: Oder ob ich irgendeinen blinden Fleck habe, dass sie nicht so viel Wut zeigt.

00:08:19: Oder ob sie einfach nicht so wütend ist, also das ist auch so ein Persönlichkeitsding irgendwie.

00:08:24: Also wenn du scheinst ja auch ein entspannter Mensch so sein.

00:08:26: Ich kann schon richtig wütend sein.

00:08:29: Also ich sage euch nur, weil wir auch über Sozialisierung reden, ich habe häufig Dominanzerfahrungen gemacht mit männlichen Autoritätspersonen, auch Gewalterfahrungen.

00:08:38: Und bei mir hat sich irgendwann über meine Hilflosigkeit so ein Deckel der Wut gelegt.

00:08:42: Das ist ja was, was bei Männern noch häufiger passiert als bei Frauen aufgrund von Sozialisierungserfahrungen.

00:08:47: Und es hat lange gedauert, bis ich das mal gecheckt habe und bis ich das bearbeiten konnte.

00:08:51: Also ich hatte auf jeden Fall eine gute Wutanbindung, also nicht eine gute Wutanbindung.

00:08:56: Es war ein Kompassationsgefühl.

00:08:58: Aber allein die Tatsache, dass du dich damit beschäftigt hast und offensichtlich das jetzt klar hast, du kannst es ja so formulieren, damit ist jetzt nicht komplett gelöst, mir schon klar, aber du hast es klar und damit kann deine Tochter damit absolut viel besser umgehen.

00:09:14: Alle Leute denken immer, man muss sozusagen komplett aufgeräumt sein, bevor man Kinder bekommt.

00:09:20: Aber eigentlich geht es nur um dieses Bewusstseinsding.

00:09:22: Wenn du einfach weißt, oh Mann, das ist ein Thema bei mir, dann ist das Kind damit meistens mega entspannt.

00:09:28: Man muss es nicht komplett aufgeräumt haben.

00:09:30: Ist es ein Problem, dass ich mich noch nie mit meiner Tochter gestritten habe?

00:09:33: Ganz schlimm.

00:09:34: Also wir müssen diesen Podcast hier beenden.

00:09:39: Dann habe ich erst kurz an mir gezweifelt und dann an dir.

00:09:43: Ja, ist das ein Problem?

00:09:44: Nein, überhaupt nicht.

00:09:45: Warum denn?

00:09:46: Also, offensichtlich habt ihr einen Weg gefunden, um Dinge einfach gut zu klären.

00:09:50: Dass ihr euch nicht streitet, wird ja nicht heißen, dass ihr nie Konflikte habt, oder?

00:09:54: Ja selten, aber ich bin auch... Bei meiner Tochter würde ich sagen, auch schon ganz schön erknächt.

00:09:59: Tutis,

00:10:02: tutas!

00:10:02: Ja, genau, das ist irgendwie, es kommt ein Wunsch und ich erfüll ihr den so top hin, ne?

00:10:06: Können wir mal wieder Schlittschuhe laufen?

00:10:08: Natürlich pack ich die Schlittschuhe ein, aber ich nehme auch noch so einen klappbaren Schlitten mit, da sie auch wählen können, ob wir uns doch für Schlitten waren.

00:10:16: Und die

00:10:16: Thermos keine mit Kakao, du bist so ein guter Partner.

00:10:19: Ich

00:10:19: glaube, ich versuche ja in allen Bereichen so ein bisschen über zu performen und... Dann frage ich mich aber, bereite ich sie gut aufs Leben vor?

00:10:28: Weil das Leben wird ja nicht so sein, dass irgendjemand steht und sagt, was kann ich für dich tun?

00:10:32: Welche Wünsche kann ich dir erfüllen?

00:10:34: Aber sie hat ja nicht nur dich.

00:10:36: Eben.

00:10:37: Würde ich jetzt mal.

00:10:38: Und sie hat auch genug Lebenssachen, die einfach so kommen.

00:10:41: Also du musst ja wahrscheinlich sie fertig machen für die Kita oder sie da wieder abholen und dann gibt es genug Sachen, die einfach so sind.

00:10:48: Also ich finde, ich hatte noch nicht die Frage von Eltern, die gesagt haben, mach ich zu viel für mein Kind?

00:10:53: Und hab ich gesagt, nee, das Leben hat schon genug Sachen, die man einfach erfüllen muss.

00:10:56: Du musst jetzt nicht künstlich sagen, ich muss jetzt irgendwie hier besonders streng sein, damit sie das und das lernt, sondern einfach so mit dem Leben mitgehen.

00:11:02: Also ihr müsst um neun oder wann auch immer in der Kita sein.

00:11:05: Punkt.

00:11:06: Und jetzt in der Schule musst du um acht Uhr da stehen.

00:11:08: Und da sind schon genug Sachen, wo man einfach nicht ... Also, du würdest wahrscheinlich nicht um zehn vor acht noch Schlittschuh laufen gehen, oder?

00:11:15: Siehst du?

00:11:18: Okay, gut, haben wir das.

00:11:19: Du hast eben noch gefragt, was so die häufigsten Hilfeersuche sind, die wir so kriegen.

00:11:26: Und wenn ich höre, dass du sagst, ihr streitet nie.

00:11:30: Ja, man kann sich dann so wie du das machst, finde ich, fragen, ist das normal?

00:11:34: Weil das ist nicht normal, wobei wir im Podcast auch immer viel darüber diskutieren, was normal ist.

00:11:40: Und Claudia immer sagt, es gibt nicht das Durchschnittskind, es gibt nicht das normale Elternpaar oder so, das gibt es alles nicht.

00:11:48: Aber ich glaube, am häufigsten oder das größte Thema sind einfach Wutanfälle.

00:11:55: Also, da kriegen wir immer ganz oft die Frage, was ist normal?

00:11:58: Und ich glaube, viele, viele Eltern sind damit überfordert, in welcher Intensität das teilweise stattfinden kann.

00:12:08: Also, bei meinem Kind, der ist auch... Also, der ist viel.

00:12:15: Der empfindet Freude total doll, was wunderschön ist.

00:12:18: Der empfindet aber auch dann die negativen Gefühle extrem.

00:12:22: Und... Es gab einfach Zeiten und die sind noch nicht lange her.

00:12:27: Und jedes Mal denkt man wieder, jetzt haben wir es geschafft.

00:12:29: Und dann kommt eine neue Phase.

00:12:30: Also, dass wir eine Stunde lang einen Wutanfall haben.

00:12:34: Und er, mein Mann, mich, wer auch immer gerade da ist, zusammenbrüllt.

00:12:40: Ich will nicht sagen, das ist bei uns die Regel.

00:12:42: Aber das kommt sehr, sehr häufig vor.

00:12:45: Und ... Ich bin froh, dass ich diesen Podcast habe und inzwischen eine Gelassenheit und eine Expertise dann auch mitsprengen.

00:12:54: Aber die Art und Weise, wie Kinder heutzutage ihre Wut dann ausleben dürfen, weil wir ihnen den Rahmen dazu geben, was ja super ist, ist dann trotzdem so, dass viele Eltern überrascht sind, wenn das Kind das dann auch voll auskostet.

00:13:08: Und dann doch doll an sich zweifeln, machen wir hier gerade was falsch.

00:13:12: Also ... Ja, da ist, glaube ich, eine riesengroße Unsicherheit.

00:13:16: Ja, wie geht man denn damit um?

00:13:18: Weil ich erinnere mich an einen Wutausbruch von einem nahestehenfamilienmitglied von mir, der war da, glaube ich, vier oder fünf.

00:13:27: Ach so, alles klar, ich dachte schon, er wäre erwachsen.

00:13:29: Und er ist durch den Supermarkt gegangen und ich habe ihm verfolgt versucht, einzufangen und dann einfach in seinem Wutaus... Bruch, Sachen aus dem Regal genommen und auf den Gang geschleudert.

00:13:39: Und als er dann an der Obst-Abteilung mit dem Bern ankam, habe ich ihn gerade noch zu packen gekriegt und habe ihn erstmal genommen und gehalten, weil er hätte den Laden auseinander genommen.

00:13:48: Ich

00:13:48: habe

00:13:48: so was noch nicht gesehen und irgendwann hatte er sich dann auch beruhigt, Co-Regulation, ja wahrscheinlich durch Körperkontakt, aber ich will ihn dann auch nicht dominieren, weil ich habe... auch öfter genau diesen Griff gehabt.

00:13:58: Und er war dann sehr dominierend und hat mir nicht gut.

00:14:02: Aber ich hab's nicht gemacht, um ihn zu brechen, sondern um ihn kurz zur Ruhe zu holen.

00:14:05: Wie geht man damit um?

00:14:07: Tut mir leid.

00:14:08: Scheint es intuitiv, einfach wirklich gut zu machen.

00:14:10: Tut mir leid.

00:14:12: Weil das war genau diese Situation, wo er so außer sich war, dass er genau das brauchte.

00:14:16: Du sagst ne Co-Regulation.

00:14:18: Jemand, der seine Welt zusammenhält, wenn er sie halt grad nicht mehr zusammenhalten kann.

00:14:22: Das war genau perfekt.

00:14:23: Und ist in dem Punkt dann eben nichts Gewalttätiges.

00:14:26: wenn man einfach ein völlig ausagierendes Kind muss man erst mal wieder begrenzen, auf jeden Fall.

00:14:33: Und ich glaube aber, das große Problem ist, dass es halt nicht den einen Weg gibt.

00:14:37: Also mein Kind zum Beispiel näher anzubieten in einem Wutanfall, dann kriege ich einen ins Gesicht gehauen.

00:14:45: Also nicht aus böser Absicht heraus, sondern Nähe ist überhaupt nicht das, was er braucht.

00:14:52: Und gleichzeitig ... habe ich zum Beispiel durch verschiedene Instagram-Reals gesagt bekommen, Nähe anbieten.

00:14:59: Das muss man unbedingt machen.

00:15:01: So.

00:15:02: Oder eine ganz große Unsicherheit, finde ich, gibt es auch beim Thema Gefühle begleiten.

00:15:09: Und das Gefühle begleiten aber nicht heißen muss, dass ich bei einem Wutanfall der eine Stunde geht, eine Stunde Press neben meinem Kind sitzen muss und sage, ja, ich verstehe, du bist traurig, ja, ich sehe, du bist wütend, sondern ... In unserem Fall zum Beispiel und das erlebe ich auch oft.

00:15:27: Mein Kind braucht Ruhe dann.

00:15:28: Und es fühlt sich für mich.

00:15:30: Ich hab so oft gehört, ich muss Gefühle begleiten, dass sich das am Anfang ganz falsch angefühlt hat, den Raum zuverlassen.

00:15:37: Wenn mein Wüten das Kind da ist.

00:15:39: Weil du hast gesagt, du hast ein Thema mit in den Armen nehmen.

00:15:43: Und ich hab ein Thema damit gehabt, dass ich gedacht hab, ich lasse mein Kind im Stich.

00:15:47: Der ist wütend und traurig und außer sich und erlernt.

00:15:50: Wenn das so ist, dann geht, Mama.

00:15:53: Das war so eine Angst, die ich hatte.

00:15:56: Und was ich jetzt mache, ist, dass ich halt sage, mein Schatz, wenn du mich brauchst, ich bin in der Küche oder ich bin im Wohnzimmer oder so, ne?

00:16:05: Und oft war das ein Weg, dass sich die Situation dann viel schneller beruhigt hat und es dann eben nicht ne Stunde wurde.

00:16:13: Und ich weiß nicht, ob das bei allen Kindern so ist, aber wir hören ganz gut, mein Mann und ich, wann aus diesem extrem wütenden, man kommt gar nicht ran an sein Kind, schreien.

00:16:24: dass so ein bisschen umschlägt in einen, jetzt bin ich einfach nur noch traurig oder jetzt brauche ich Unterstützung.

00:16:31: Das hört man irgendwann, finde ich besser, aber so ist bei uns zumindest so.

00:16:35: Das hören wir an unserem eigenen Kind und dann kann er auch wieder Nähe zulassen.

00:16:40: Weißt du?

00:16:40: Also wir Eltern hätten immer gerne so eine Blaupause, die man auf alle Situationen und auf alle Kinder anwenden kann.

00:16:47: Und es ist halt am Ende des Tages doch voll individuell.

00:16:50: Und Entschuldigung, das war so wichtig, was du gerade gesagt hast, dass du halt hörst und dass wir eigentlich das Allerwichtigste gucken.

00:16:57: Der erste Schritt in so einem Wutanfall kommt immer dann wieder vom Kind.

00:17:00: Und das ist ganz interessant, wenn man zu viel in den Kopf geht und zu viel gelesen und auf Instagram gehört hat, man soll jetzt das und das, wie du so schön gesagt hast, ich muss jetzt Nähe anbieten, dann gehe ich so auf das Kind zu und bin so in meinem eigenen Film drin.

00:17:13: Hab

00:17:13: ein Konzept.

00:17:14: Ich

00:17:14: hab ein Konzept.

00:17:15: Und Kinder reagieren sehr schlecht auf Konzepte und sehr gut auf echte Menschen.

00:17:19: Das heißt auf echten Kontakt.

00:17:20: Wenn du dann genau hinguckst und dann siehst, das Kind liegt gerade so mit verschränkten Armen auf dem Boden und versteckt den Kopf.

00:17:26: Dann ist ganz klar, es will gerade nichts von dir.

00:17:28: Es ist wirklich gerade, das sieht man, das kann man lesen, wenn man hinschaut.

00:17:33: Und dann, wenn es dich wieder anschaut oder irgendwas macht, was in deine Richtung geht, eine Armbewegung oder irgendwas, dann ist klar, aha, jetzt ist wieder mein Job in Beziehung zu gehen und einzusteigen.

00:17:42: Das heißt wirklich, guck hin in der Beziehung.

00:17:45: Das heißt ja schon in der Bibel, glaube ich, macht ihr kein Abbild von mir.

00:17:50: Ja, weil man kann den anderen nicht so gut sehen, weil man dann immer mit der Schablone kommt, die man raufdrückt und man guckt immer durch die Brille.

00:17:56: Was wurde mir dann auf Instagram empfohlen?

00:17:57: Ah, das mache ich jetzt mal.

00:17:58: Genau.

00:18:00: Wie erkennt man denn gut, was das eigene Kind braucht?

00:18:03: Also, Körpersprache habe ich jetzt gerade schon mal gehört, lesen, heißt offene Arme, hey, ich brauche hier Hilfe, heißt Sachen gegen... irgendwo werfen.

00:18:11: Ich will Abstand.

00:18:13: Was gibt es für Grundschämata, die ich erkennen kann?

00:18:15: Weil das muss ich ja in irgendeiner Weise erkennen.

00:18:17: Ich glaube... Wenig Leute sprechen heutzutage wirklich flüssig Körpersprache.

00:18:23: Sehr schön gesagt, genau.

00:18:24: Und das ist eigentlich was, was du gelernt hast.

00:18:26: Das kann man nicht so gut beibringen, weil das hast du gelernt in ersten zwei, drei Lebensjahren, wie man Menschen liest.

00:18:32: Du kannst es eigentlich sehen.

00:18:34: Wir gehen davon nur weg, sobald wir in den Kopf gehen und sagen, ich muss doch jetzt.

00:18:37: Ich sollte aber.

00:18:39: Oh je, ich muss doch.

00:18:40: Wie kriege ich, sobald wir in so einen Panikenmodus kommen und wenn wir einfach wirklich hingucken, dann siehst du es tatsächlich.

00:18:46: Du kennst dein Kind, du weißt, du kennst jede... Bewegung deines Kindes.

00:18:49: Und du weißt genau, wie die Körpersprache aussieht, wenn es sich versteckt oder eben gerade mit irgendwas wirft, ist relativ eindeutig.

00:18:56: Nee, gerade nicht.

00:18:57: Oder wenn es sich versteckt sowieso auch.

00:19:00: Also du kannst diese Sachen eigentlich ganz gut lesen.

00:19:02: Du musst nur eben aus deinem Kopf aussteigen und hingucken.

00:19:06: Und manchmal sind es ja auch Zufallsentdeckungen.

00:19:09: Ich erinnere mich, dass wir einen Wutanfall hatten.

00:19:12: Da war unser Kind auf unserem Bett.

00:19:15: Und dann hat er sich in seiner Wut irgendwie so eingedreht und war dann einfach in der Decke so ein bisschen verknüllt.

00:19:23: Hat sich selber gepuckt.

00:19:24: Sozusagen.

00:19:26: Und ist in dem Moment runtergefahren.

00:19:29: Und ich dachte, okay, es ist Begrenzung und Dunkelheit.

00:19:34: Und jetzt sind wir umgezogen, mussten sowieso ein paar Sachen anders machen.

00:19:38: Und jetzt hat er ein Hochbett.

00:19:41: Ich sage an dieser Stelle, es gibt auch so halbhohe Betten.

00:19:44: Weil der wird vier.

00:19:46: Ich wollte jetzt nicht so ein, weiß ich nicht, ein Meter, sechzig hohes.

00:19:49: Das wäre mir ein bisschen zu risikoreich.

00:19:51: Aber er hat jetzt einen Hochbett mit einer kleinen Höhle unten drunter.

00:19:54: Und da liegt so ein Knisterhase.

00:19:58: Also ein Stofftier, was so knistert drin.

00:20:01: Und es klappt nicht immer.

00:20:03: Nichts mit Kind klappt immer.

00:20:05: Aber es passiert jetzt auch mal, dass wenn er irgendwie wütend ist oder so, dass er dann sagt, knister, Höhle!

00:20:12: Und dann stapft er in sein Zimmer und geht in diese Höhle und macht den Vorhang zu und macht dann, was auch immer er da macht und kommt dann aber so runter.

00:20:21: Weiß ich nicht, ob mir das jemals aufgefallen oder eingefallen wäre, meinem Kind irgendwie Dunkelheit und abgeschottet sein anzubieten, wenn ... Das ist nicht zufällig.

00:20:32: Weißt du, manchmal sind es auch solche Sachen.

00:20:36: Trotzdem ist was, das hilft schon ziemlich zuverlässig.

00:20:39: Ich kenne ein Kind, das geht immer in den Schrank, wenn es sauer ist und macht die Tür hinter sich zu.

00:20:43: Also wenn ihr ... Die

00:20:44: Omkinderpsychologen empfiehlt Kinder

00:20:47: in den Schrank.

00:20:49: Es ist gut, wenn wir sie von außen machen.

00:20:52: Und dann fand ich das auch kreativ.

00:20:53: Also kann es tatsächlich wirklich so ein Umzugskarton hinstellen, irgendwie eine Decke da rein tun und einfach wirklich... Also die Reize reduzieren hilft eigentlich total gut bei Wut, bei uns ja auch.

00:21:03: Also man stellt sich ja nicht noch irgendwie auf die Straße Disco-Licht und macht besonders viele Reize, sondern macht eher weniger.

00:21:09: Das heißt weniger Lärm, weniger Licht, ein bisschen mehr Ruhe, ein bisschen mehr Enge kann total gut helfen.

00:21:17: Jetzt im Alter deiner Tochter kann man wirklich schon deutlich anfangen, eigentlich schon so ab vier, dass man so sagt, okay, mein Job ist jetzt beizubringen, wie man damit mit Gefühlen umgeht, wie er oder sie es selber reguliert.

00:21:29: Das heißt, was hilft denn?

00:21:30: Atmen zum Beispiel.

00:21:31: Also, man kann zum Beispiel mit einem kleinen Kind, das kann man so ab drei ganz gut, dass man Kerze auspusten kann.

00:21:37: Und dann kann man wirklich tatsächlich so machen, so, pass mal auf, ich tue mal so, als würde ich eine Kerze hinhalten, puste das mal aus.

00:21:43: Und allein durch dieses ... oder kannst als Drachen und Atem oder so machen, kann man richtig gut üben.

00:21:49: Über Atmung kann man einfach Gefühle mega gut regulieren.

00:21:54: Also Atmung, dann zurückziehen, Reize reduzieren, nähe entweder ja oder nähe gerade absolut nein.

00:22:00: Das muss man ein bisschen rausfinden.

00:22:03: Jetzt verfalle ich in die Rolle, die ich in unserem Podcast habe.

00:22:06: Das stelle ich ja sonst die Fragen und nicht.

00:22:08: Aber wann etablier ich so was?

00:22:11: Also wann... Weil in der Wut machen Kinder ja oft einfach zu.

00:22:15: Da kann ich noch so viele Sachen anbieten.

00:22:18: Also ab welchem Alter kann man so ... Eine Nachbesprechung eines Wutanfalls machen.

00:22:24: Nicht vor drei eher so auf vier, fünf, würde ich mal sagen.

00:22:27: Aber dann geht es schon, dass man in so ruhigen Phasen überlegt, so Mensch, ist heute echt blöd gelaufen.

00:22:31: Hast du eine Idee, was dir helfen könnte?

00:22:33: Würde ich erst auf fünf oder so wirklich fragen?

00:22:35: Aber

00:22:36: acht weiß das Kind, dass das eine rhetorische Frage ist.

00:22:41: Aber vielleicht hat es schon Ideen.

00:22:42: Hat deine Tochter irgendwie Ideen, wie sie sich runterreguliert?

00:22:45: Also wenn sie traurig ist oder so?

00:22:47: Ja, also tatsächlich würde ich sagen, sucht sie dann Nähe, aber und das war für mich auch immer so ein schmaler Grad, wann biete ich ihr Nähe an, wann ist es zu überfrachten?

00:22:59: und wann sind es auch meine Nähebedürfnisse, die ich auf sie überstöpe, man kann ja auch sein Kuschelkonto ganz gut bei seinen Kindern auffüllen.

00:23:06: und wann ist es ihr Bedürfnis?

00:23:08: und Ich habe einen Kumpel gehabt, der meinte, er hat zwei verschiedene Töchter.

00:23:11: Die eine kommt und holt sich immer, was sie braucht.

00:23:13: Und bei der anderen muss er richtig auf Knien ankommen und ihr abends die Füße massieren, mal die Waden, seine Hand auf ihren Rücken legen, ganz viele Angebote machen, bis sie erst kommt und sagt... Sie merkt, okay, das tut ihr gut und holt sich das dann.

00:23:26: Okay.

00:23:26: Bei meiner Tochter war es ein bisschen so.

00:23:28: Aha, okay.

00:23:29: Aber mit Trauer ist es bei ihr halt näher so, ne?

00:23:31: Ja,

00:23:32: genau, genau.

00:23:33: Super,

00:23:33: sehr schön.

00:23:33: Ja, siehst du.

00:23:34: Das heißt, jeder Mensch muss so auf seiner Lebensreise finden, was denn für ihn passt.

00:23:39: zum Gefühl regulieren.

00:23:40: Es gibt so ein paar Sachen, die halt meistens gut funktionieren, aber es ist super individuell.

00:23:45: Sag noch mal, weil es so wichtig war.

00:23:46: Was funktioniert gut?

00:23:47: Also einmal regulieren wir ja über unseren ... Atem, unser Nervensystem, aller schnellsten wahrscheinlich sogar.

00:23:54: Total,

00:23:54: das ist so die einzige Verbindung.

00:23:56: So Atem verbindet wirklich gut den Körper mit den Emotionen.

00:24:00: Und das ist eigentlich so der Königsweg, alle möglichen Yogis und so Atmen.

00:24:06: Das hat schon irgendwie

00:24:07: Runde.

00:24:07: Die Atmen das Leben weg.

00:24:07: Die Atmen das Leben weg, genau.

00:24:09: Und dann wirklich sagt Reize reduzieren ist total gut, wie auch immer das geht.

00:24:13: Und einiges ist bei Nähe halt wirklich so, dass das Kind dann den Kopf an dich so richtig kuschelt, auch nochmal so das Visuelle wegmacht, weniger hört.

00:24:20: Man ist es so in deinem Arm, das ist ja auch Reize reduzieren.

00:24:23: Und was mit den Fingern machen?

00:24:26: Es ist ganz lustig.

00:24:26: Meine Oma, viele aus der alten Generation, haben ja so Hausmittel oder solche Sachen, die sich überliefert haben.

00:24:34: Man wusste damals nur, dass es funktioniert, aber nicht warum.

00:24:37: Meine Oma hat immer gesagt, wenn ich wütend bin, gehe ich Kartoffeln schälen.

00:24:42: Und jetzt weiß man ja heutzutage, du wirst es auch wissen, dass ... Dass mit den Händen dann was machen und sich auf irgendwas dann konzentrieren, sowas wie Kartoffelschälen, dass das einen auch runterbringen kann.

00:24:55: Bei uns zu Hause gibt es viele Kartoffelbrei.

00:24:58: Nein, bei uns zu Hause ist es eben dieser Knisterhase zum Beispiel, was ja auch was mit den Händen und sensorisch dann einfach

00:25:05: ist.

00:25:06: Es ist Energie, die ist im Körper drin, die muss irgendwie wieder raus.

00:25:09: Einige kann man wirklich so zusammenstampfen und dann sagen, okay, wir stampfen erst und dann stopp.

00:25:13: Und was denn jetzt, dass man einfach ... Einige Kinder wollen laufen oder einfach hüpfen oder wie gesagt, was mit den Händen machen.

00:25:19: Super Idee.

00:25:20: Oder was Schweres schieben.

00:25:22: Einige finden auch dann so eine körperliche Anstrengung.

00:25:25: Wie kommt die Energie aus dem Körper raus, ist die Frage.

00:25:27: Ja,

00:25:28: ist ein guter Hinweis.

00:25:29: Ich hatte immer im Buch die Luftbeindpresse drin.

00:25:31: Das heißt, dass man sich in einem Meeting, wo man super wütend wird, gerade und merkt, die Wut ist ja auf so einer Skala.

00:25:36: Von eins bis sieben kann man sich noch ganz gut regulieren und kontrollieren.

00:25:39: Und wenn es dann von sieben bis zehn geht, dann ist man die Marionette an den Fäden seiner Wut.

00:25:44: Das heißt, dass man sich vorstellt, man hat Medizin bei und presst den unter dem Tisch zusammen, ohne die Atmung zu stoppen.

00:25:49: Das ist ja das Wichtige dabei.

00:25:50: Oh, cool.

00:25:51: Und kann das dann währenddessen machen.

00:25:53: die größte Muskelpartie im Körper angespannt und sie schon mal runter reguliert.

00:25:57: Das ist ja ... Guck mal, das kannst du auch in einer Tochterwahl vorschlagen, wie cool.

00:26:02: Entschuldigung, ich steh mir das Gesicht beim Meeting dann vor, aber vielleicht

00:26:04: ... Müssen Sie mal ... genau.

00:26:07: Dann wird man auch rot, aber irgendwie doch nicht wegen der Wut, sondern wegen der Anstrengung.

00:26:12: Großartig.

00:26:13: Ich weiß, ich liebe so was.

00:26:15: Ich finde solche kleinen Ticks und Tricks, wie man irgendwie auch als Erwachsener, ehrlicherweise.

00:26:22: Weil das ist ja auch wichtig.

00:26:23: Wenn ich bei einem Wutanfall komplett eskaliere und hochfahre, kann ich mein Kind auch weniger gut einfach auffangen.

00:26:32: Also deswegen all die Sachen, die wir jetzt besprochen haben, was so Kinder machen können.

00:26:37: Ich finde, man muss auch als Erwachsener einen Weg finden, dann nicht mit zu eskalieren.

00:26:43: Sonst ist Wut hier auch was gefährliches für das Kind.

00:26:45: Ja, genau.

00:26:47: Das

00:26:47: ist sehr wichtig.

00:26:48: Das ist noch eigentlich der erste Punkt, dass man erst mal guckt.

00:26:51: Also, Gefühle sind ja so hoch ansteckend, gerade zwischen Eltern und Kind.

00:26:54: Und man hat das Gefühl, was das Kind hat eben auch sofort.

00:26:57: Das ist das supernervige, aber auch die große Chance.

00:27:00: Denn wenn du das bei dir runter reguliert kriegst, dann steckt es das Kind wieder die Ruhe, steckt dort das Kind sozusagen an.

00:27:06: ist natürlich der Königsweg, aber es ist wirklich schwer.

00:27:12: Also es ist wirklich total schwer, aber es ist, wenn du das schaffst, neben einem eskalierenden Kind ein bisschen ruhiger zu werden und zu atmen, dann kann das umgekehrt wieder echt ansteckend sein.

00:27:23: Ich hatte letztens eine Situation, wo ich von der Polizei angehalten und ...

00:27:27: Jetzt wird's interessant.

00:27:29: Zu

00:27:30: welcher

00:27:30: Tages- oder

00:27:31: Nachtszeit?

00:27:32: Nee, war tagsüber, ich war mit meiner Tochter im Auto und ich hatte nur eine Autokubil.

00:27:36: vom Fahrzeug scheint, glaube ich.

00:27:38: Und dann meint ich, das geht so nicht.

00:27:41: Dann brauchen sie eine Urkunde, bla, bla, bla.

00:27:43: Und ich meinte so, ja, werde ich das nächste Mal machen, wenn ich bei der Kirche bin.

00:27:46: Das kann man vom Passer und vom Fahrer machen lassen, bla.

00:27:50: Warte,

00:27:50: was?

00:27:53: Wirklich?

00:27:54: Alles klar.

00:27:55: Der Polizist war sich da auch nicht so sicher, aber letztendlich...

00:27:58: Kommt es darauf nicht so an gerade?

00:27:59: Ja.

00:28:00: Da bleibt der Papst dir das mit

00:28:02: Laubing,

00:28:03: okay.

00:28:04: Ich habe gefragt, ob ich den Wagen schon mal wenden darf, um gleich schneller aus der Polizeikontrolle voranzudeln.

00:28:09: Abschauen zu können.

00:28:10: Genau.

00:28:11: Weil wir hatten es sehr eilig, wir hatten ein Familiennotfall und das hat sich dann auch erzählt.

00:28:15: Und ich wurde dann halt sofort angeschrieben von... Der Beamte, ich werde superseiten von Frauen angeschrieben, wir haben von Männern, weil da auch immer ein größeres Thema ist.

00:28:24: Da bin ich ausgestiegen und habe gesagt, dass ich viel Kommunikationsberatung anbiete als Psychologe.

00:28:31: Das hat es bestimmt deeskaliert.

00:28:33: Ja, das ist geil.

00:28:34: Ich

00:28:34: war absolut provozierend, muss ich auch.

00:28:38: Ich glaube, da war ich nicht das beste Bild von meiner Tochter.

00:28:41: Und gleichzeitig hat es mir so viele Jahre einen Schutzraum gegeben, schlagfertig zu sein in solchen Situationen.

00:28:48: in meiner absoluten Hilflosigkeit, weil bei mir springt ja ein altes Kindmuster an.

00:28:51: Wenn jemand mich anschreit, springt ja was an, was nicht eigentlich in meinen Erwachsenen ich passt, sondern eher ganz, ganz tiefe Kindheitswunde da aufgeht.

00:29:03: Und darum möchte ich irgendwie auch immer wieder für meine Tochter einen Raum schaffen, wie sie sich schützen kann.

00:29:08: Aber das ist natürlich nicht der beste Weg, immer den ich da wähle.

00:29:11: Dann sofort auszusteigen und denen zu sagen, Wenn es hier noch weitergeht, dann haben wir auf jeden Fall ein richtig krasses Problem.

00:29:16: Das ist eigentlich ein nativierischer Manta verpackt, ne?

00:29:19: Aber ich drohe den ja in dem Moment, wo ich den sage.

00:29:22: Ja, das ist ein Expertisefeld von mir und ich arbeite auch manchmal mit der Polizei zusammen und bieter Schulungen an.

00:29:30: Das wurde mir schon angeboten, aber ich habe es noch nicht angenommen.

00:29:32: Das war

00:29:33: die kleine Erfindung an der Geschichte.

00:29:37: Also, ich kann da ein besseres Vorbild sein.

00:29:39: Das ist eigentlich die Frage.

00:29:42: Es ist ja das Wesen von Konflikten und Wut, dass es eben nicht perfekt ist.

00:29:47: Weißt du, das gehört dazu.

00:29:49: Und dein Kind muss eigentlich nur sehen, aha, du bist auch jemand, der damit struggled und das so löst und mal so.

00:29:55: Und vielleicht dann einfach sagt im Nachhinein, ah Mensch, war jetzt nicht das allerbeste.

00:30:00: Entschuldigung.

00:30:01: ist jetzt echt blöd gelaufen.

00:30:03: Und das ist halt das Allerwichtigste.

00:30:05: Jede Beziehung ist immer so Miss-Match und Repair, sagt man ja immer.

00:30:09: Das heißt, irgendwas funktioniert gerade nicht, läuft nicht gut.

00:30:12: Und dann löst man es wieder auf, entschuldigt sich und repariert es.

00:30:16: Und das ist das, was dein Kind lernt.

00:30:18: Ja, also es gibt kein Leben, was strömt ihn für mich, gut läuft.

00:30:22: Aber dieses war nicht gut, wie reparieren ist.

00:30:25: Das ist der entscheidende Punkt.

00:30:27: Ja, insofern kannst du da eigentlich dich entspannen und dann einfach sagen, Mensch, okay, warte im Nachhinein, nee, nicht so gut, ich entschuldige mich mal.

00:30:34: Oder erzähl mal, wie es eigentlich besser gewesen wäre.

00:30:38: Und ich finde Schlagfertigkeit ist ja auch was Cooles zu lernen.

00:30:42: Eben.

00:30:43: Also, sofern man es lernen kann.

00:30:45: Aber ich würde sagen, mir hat es im Leben auch schon häufig geholfen.

00:30:51: Und deine Tochter ... Weiß nicht, Claudia, musst du sagen, aber mit ihren sieben Jahren, glaub ich, kann ja durchaus dann auch schon einschätzen, war das jetzt ein Spruch von Papa, weil die vielleicht auch nicht gut mit dir umgegangen sind.

00:31:07: Und dann wärst du dich halt auch.

00:31:09: Ich finde auch, das müssen Kinder lernen, dass wenn Menschen nicht nett zu einem sind, dass man zu denen nicht weiterhin unbedingt nett sein muss, sondern das, ne?

00:31:19: Ja.

00:31:20: Dass sich sowas dann auch gegenseitig bedingt.

00:31:23: Ich weiß nicht, hast du mit ihrem Nachgang über die Situation gesprochen?

00:31:27: Hatte sie das Bedürfnis, mit dir darüber zu sprechen?

00:31:29: Ich glaube, wenn ich ganz ehrlich bin, haben wir darüber

00:31:31: nicht gesprochen.

00:31:32: Ja, aber das ist ja okay.

00:31:34: Das ist ja total okay.

00:31:36: Ich hätte

00:31:36: das nach Ihnen doch gerne gemacht, also merke ich gerade.

00:31:39: Aber ich glaube, korrigier mich, wenn deine Tochter jetzt abends im Bett gelegen hätte und sie das total schockiert hätte, wie du da gewesen bist, dann glaube ich ... Hätte sie das irgendwie in irgendeiner Form bei dir angesprochen, oder?

00:31:55: Also,

00:31:55: ich gucke immer dann, ob sie Angst hat in solchen Situationen.

00:31:58: Genau.

00:31:58: Und wie geht es ihr gerade mit?

00:31:59: Ja, perfekt.

00:32:00: Und wenn ich merke, dass sie mich zum Beispiel anlacht danach, dann glaube ich zu wissen, dass sie gecheckt hat.

00:32:07: Ah, entweder, dass ich über die Grenze gerade getreten bin, aber dass es keine eskalierende Situation war.

00:32:12: dass sie auf jeden Fall die Situation für sich lesen konnte.

00:32:15: Gleichzeitig würde ich ihr gerne doch noch mehr Angebote machen, das in die Kommunikation zu bringen.

00:32:22: Ich glaube, ich habe einen Kommentar darüber gemacht, dass ich gesagt habe, hey, da hat Papa sich immer wieder ganz schön aufgespielt.

00:32:30: Das reicht doch.

00:32:31: Aber das ist doch besprochen.

00:32:33: Sie verschleißert

00:32:34: mich auch schon manchmal.

00:32:36: Versteht schon diese Ironie.

00:32:38: Ich habe noch eine weitere Frage.

00:32:39: Und zwar.

00:32:40: Meine Tochter ist jetzt ein bisschen zurückhaltender und manchmal würde ich sagen... Lässt sie sich schon, wenn so ein Spiel vorgeschlagen wird, dann sagt sie schneller, ja als nein.

00:32:51: Ja, okay, dann machen wir das Spiel.

00:32:52: Wenn ich sie auch so beobachte, wenn sie mit Freunden spielen.

00:32:55: Ich sitze natürlich daneben und beobachte ihr verhalten die ganze Zeit.

00:32:58: Habt ihr ja gesagt, dass man das machen soll?

00:32:59: Ja, klar.

00:33:00: Und regulierst auch immer von der Seite.

00:33:02: Ja,

00:33:02: haben Sie bitte jetzt nicht.

00:33:05: Können wir noch mal auf Anfang gehen in der Situation?

00:33:08: Stimmt gemütlich,

00:33:10: super.

00:33:12: Aber ich wünsche mir für Sie natürlich.

00:33:14: dass sie sich die Chancen im Leben greifen kann.

00:33:17: So, dass sie auch für sich Situationen kreiert, weil ich... Aber das ist auch was Persönliches, das glaubt nicht so sehr an den Zufall, dass so alles so kommt, sondern ich glaube eher daran, dass einem hundert Chancen geboten werden.

00:33:27: Manche Leute haben gelernt, fünf Chancen davon zu nutzen und manche haben gelernt, nur eine Chance davon zu nutzen.

00:33:33: Und das würde ich gerne bei ihr interpretieren.

00:33:35: Die Frage ist, wie begleite ich das, dass sie den Mut hat, mutig zu sein?

00:33:41: Schön.

00:33:42: Also das kann man nicht so sehr begleiten.

00:33:44: Wie sagt du stehst in der Seitenlinie und coacht?

00:33:46: Schade.

00:33:48: Und sie hat ihre eigene Persönlichkeit.

00:33:49: Und wenn sie jemand ist, die jetzt gerade ihren Weg findet, also mit dem Alter, guckt man gerade, wo ist meine Stellung in der Gruppe?

00:33:57: Wie geht das jetzt?

00:33:58: Wie kann ich das ausbauen?

00:34:00: Wann entstehen Konflikte?

00:34:01: Will ich das?

00:34:02: Will ich mit Konflikten umgehen?

00:34:03: Oder ist es mir lieber zu sagen, ja, ist okay.

00:34:06: Und dann ist es halt für ein bisschen entspannter.

00:34:08: Das probiert sich alles gerade aus.

00:34:09: Dann muss man sie leider, leider ihren eigenen Weg finden lassen.

00:34:12: Das tut mir jetzt echt leid.

00:34:14: Aber wichtiger Punkt, als Eltern.

00:34:17: Oder ich halt Papa hab ja auch manchmal den Eindruck, ich wüsste, was der beste Weg ist.

00:34:20: Aber ich hab ja selber am Ende nur meine Lebenserfahrung weiß gar nicht, was für sie der beste Weg ist.

00:34:25: Genau.

00:34:25: Und du erziehst ja sozusagen für die Zukunft.

00:34:28: Darum ist es wirklich eine schlaue Idee, dass man einfach steht und sozusagen coacht, aber das Kind seinen eigenen Weg finden lässt.

00:34:34: Weil du weißt gar nicht, für welche Welt du sie ausbildest sozusagen.

00:34:38: Und deswegen ist es für mich auch so schön zu sehen, meine Mutter hat einen ganz engen Draht zu ihr und die ... sind dann manchmal, wenn sie bei ihr ist, sie übernachtet so alle zwei Wochen dort und dann quackelen die manchmal im Bett so bis drei und zwanzig Uhr.

00:34:52: Die sitzen dann im Bett und quatschen und quatschen und quatschen und natürlich denke ich mir so eigentlich das Schlafenszeit um zwanzig und dreißig.

00:35:01: Aber was für ein geiler Raum für sie diesen Austausch mit meiner Mutter zu haben und dann in ganz verschiedene Themen einzutauchen und weiß auch nicht über was sie sich da immer unterhalten, aber sie haben auf jeden Fall Freude dabei und Da findet ihr auch ein Einfluss statt und so kann sie sich aus den verschiedenen... Übungsmenschen ihre Sachen rausnehmen.

00:35:19: Ja, das ist mega wichtig.

00:35:21: Darum haben wir mehrere Leute.

00:35:22: Darum ist es so, dass man sagt, man braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen.

00:35:26: Und es wäre total cool, wenn man einigermaßen entspannt, damit ist, dass das Kind wirklich verschiedene Einflüsse hat.

00:35:31: Auch welche, die dir nicht so gut gefallen.

00:35:34: Weil es sich auch im Gegensatz zu jemandem entwickelt.

00:35:38: Weißt du?

00:35:39: Nicht nur genauso wie, sondern auch im Gegensatz zu.

00:35:41: Und dann merken, warte, das passt für mich nicht, fühlt sich unangenehm an, okay, so möchte ich ... auf keinen Fall sein.

00:35:48: Weil wir, auch das Claudia hast du mal so sehr schön beschrieben, finde ich.

00:35:53: Wir hatten das Thema auch im Podcast.

00:35:55: Wir sind alle damit einverstanden mit dem Satz, es braucht ein Dorf ein Kind zu erziehen.

00:36:00: Wir machen aber gerne als Eltern, dass wir dann in jede Hütte dieses Dorfes gehen und da unsere

00:36:06: Haus

00:36:07: regeln.

00:36:08: Bitte anschlagen.

00:36:09: Und wenn das Kind da ist, dann hat das und das zu passieren.

00:36:13: Und die Großmutter und der Großvater müssen so und so mit dem Kind umgehen.

00:36:17: Und Claudia sagt, sorry, jetzt zitiere ich dich als wärst du nicht da.

00:36:21: Das

00:36:22: ist in Ordnung.

00:36:23: Ja, ich

00:36:23: gebe das frei.

00:36:24: Du

00:36:24: kannst die Lippen dabei bewegen.

00:36:27: Das ist eben genau auch, na ja, vielleicht mal ein Satz vom Opa oder von der Oma braucht.

00:36:33: der nicht so super ist, weil auch das wird im Leben auf unsere Kinder zukommen.

00:36:39: Und dann ist wichtig, wie man dann damit umgeht und dass man das vielleicht dann mal mit denen bespricht.

00:36:44: Ja, das sind nicht unsere Werte, die da passieren.

00:36:47: Und das würde ich aber auch sagen, ist, was uns Eltern gerade sehr schwer fällt.

00:36:53: Also wir wollen alle dieses Dorf und ich will mich aber gar nicht davon ausschließen.

00:36:57: Mein Kind dann aber wirklich bei wem anders.

00:37:00: abzugeben, fällt mir wahnsinnig schwer.

00:37:03: Also Kontrolle dann auch abzugeben, fällt mir total schwer.

00:37:08: Und ich weiß, dass das zum Beispiel, also das wird auch bei uns im Postfach wahnsinnig häufig gefragt, oder das ist bei dir im Kinderdormager Club ja auch ganz, ganz oft ein Thema.

00:37:20: Wenn andere Leute anders mit meinem Kind umgehen, ist mein Kind dann sofort traumatisiert.

00:37:27: Genau.

00:37:28: Eine häufige Sorge, das stimmt.

00:37:30: Ja, wichtiger Punkt.

00:37:31: Und gleichzeitig trotzdem den Schutzraum für das eigene Kind zu wahren.

00:37:34: Ich mache mal ein Beispiel.

00:37:35: Meine Tochter hat mal bei meiner Schwester übernachtet.

00:37:37: Ich habe zwei Schwester und einem Bruder.

00:37:39: Und da war es so, dass sie dann natürlich noch gequackelt hat mit ihren Kursinen.

00:37:43: Und das ging halt lang, und zwar am Schultag.

00:37:45: Und meine Schwester meint dann irgendwann, wenn du jetzt noch weiter machst, dann musst du alleine in einem Raum schlafen.

00:37:50: Und das war richtig schlimm für sie, weil ... gedacht, okay, dann bin ich isoliert, da bin ich alleine und die hatte da das zweite oder dritte Mal erst übernachtet.

00:38:00: Für mich war es der Tag, wo sie das letzte Mal bei meiner Schwester übernachtet hat.

00:38:03: Eigentlich könnte ich mit ihr darüber reden, aber ich wüsste nicht, ob sie es dann wirklich durchzieht.

00:38:08: Da traue ich meiner Tochter mehr als ihr, dass sie es nicht nochmal als Strafe anwendet, weil ich kann ja immer nur sehen, was stellt sie für Regeln für ihre Kinder auf und dann wird sie die auch für meine Tochter aufstellen, egal, was ich hier sage.

00:38:20: Und dann kann ich ja nur meinen ... handeln irgendwie verändern.

00:38:25: Also Schutzraum ist trotzdem wichtig.

00:38:27: Ja, also kommt auch an.

00:38:28: So

00:38:28: eine Nacht alleine macht auch

00:38:30: nichts.

00:38:31: Naja, aber hat sie die Drohung, war das jetzt einfach, was sie gesagt hat, so, hey, wenn das jetzt nicht aufhört, dann müssen wir die Situation hier trennen?

00:38:39: Oder hat sie es wirklich gemacht?

00:38:40: Sie hat es nicht gemacht.

00:38:41: Sie hat es nicht gemacht, okay.

00:38:42: Das heißt, es kann einfach nur so ein Satz gewesen sein.

00:38:44: Mal

00:38:44: eine leere Drohung gebärde.

00:38:45: Naja, es war einfach so, okay, wie soll ich die Situation jetzt lösen?

00:38:49: Da müssen wir euch trennen, so, ne?

00:38:51: Kann ja auch so gewesen sein, dass bei deiner Tochter dann im Kopf entstanden ist, ich muss alleine in einem Raum... Schlafen.

00:38:56: Weißt du, das wäre vielleicht wirklich noch mal gut, das mit deiner Schwester zu besprechen, weil wie das ankommt und was sie wirklich gesagt hat, ist oft ein Unterschied.

00:39:05: Stimmt.

00:39:06: Auch noch mal wichtig, ne?

00:39:07: Senderempfänger und gucken, was da auf dem Weg verloren gegangen ist.

00:39:10: Genau.

00:39:11: Und in einem sechsjährigen Gehirn oder wie alt sie dann geht, sehr viel verloren.

00:39:18: Ich fasse noch mal ein bisschen zusammen und ihr könnt gerne ergänzen.

00:39:22: Also, ich habe gelernt, dass Wir manchmal Konzepte haben, die nicht auf die individuellen Bedürfnisse für meine Kinder passen, dass es sehr sinnvoll ist, die eigene Beobachtungsgabe zu schulen und zu gucken, welche Bewegung macht mein Kind, Körpersprache wieder lernen, eigentlich zu dem Instinktiven zurückzukommen.

00:39:41: Dann hilft es bei sich selber aufzuräumen, dass man nicht selber in diese Emotionen so tief einsteigt, wenn man sie auch begleiten möchte.

00:39:49: Das Aufräumen ist schon zu schwierig, einfach ein Bewusstsein dafür zu haben.

00:39:52: Es reicht es einfach zu sehen, oh Mann, ich habe ein Thema mit Wut.

00:39:55: Das reicht tatsächlich schon.

00:39:58: Also

00:39:58: dann gar nicht so perfekt so stark angehen, sondern erst mal ein Bewusstsein und sich auch gewahr darüber zu sein, dass die Kinder das auch hervorholen werden.

00:40:07: Ganz gut da drin sind, die eigenen roten Knöpfe zu drücken.

00:40:10: Absolut.

00:40:11: Das hat mein Vater mal gesagt, es gibt nichts, was so wahrhaftig macht wie die eigenen Kinder.

00:40:14: Das ist wahr.

00:40:17: Und gleichzeitig einen Raum zu kreieren, dass alle Gefühle auch ihren Platz haben.

00:40:23: Und nicht zu denken, dass der eigene Weg immer der Perfekteste ist, auch andere Sachen zulassen.

00:40:29: Gibt es noch was, was ihr ergänzen wollt?

00:40:31: Eigentlich nur, dass man einfach zulässt, dass das Leben nicht perfekt ist.

00:40:34: Weil wir haben immer so eine, wir haben schnell kommen, wir in so einen Katastrophen denken, das ist jetzt schief gelaufen, dann, und dann füllt der Kopf irgendwie so ganz schlimme Folgen ein, sondern es ist wirklich in Ordnung, dein Kind braucht ernsthaft keine perfekten Eltern.

00:40:48: Also wirklich nicht.

00:40:49: Es ist absolut schlimm, perfekt zu sein.

00:40:51: Also ausreichend gut ist das, was ein Kind braucht, weil es will sich eben auch an all deinen Widersprüchen entwickeln.

00:40:57: Das finde ich immer noch mal wichtig, dass man nicht diesem Perfektions- Drang hinterher läuft.

00:41:02: Da gebe ich genug Widersprüche, glaube ich.

00:41:03: Das ist

00:41:07: gut.

00:41:08: Und dass man wirklich ausprobieren muss, dass jeder Tag, auch das sagst du ganz oft, dass jeder Tag einfach auch eine neue Chance ist, dass man nicht das, was gestern schief gelaufen ist, irgendwie mit in den neuen Tag reinbringt und das bei all den... Tipps und all den Verwirrungen, die da aber draußen auch sind, dass man wirklich so seinen Weg finden muss.

00:41:33: Und ich finde, Claudia hat dann tolles Tool, wenn wir das einmal an der Stelle noch sagen dürfen, ein tolles Tool geschaffen mit dem Kinderdolmetscher Club.

00:41:41: Das ist ein Club für älterne supernette und wertschätzende Community.

00:41:47: Und Claudia nimmt da ihre Eltern total an die Hand und macht sich quasi mit denen auf.

00:41:53: Erziehungsreise.

00:41:55: Und du begleitest dann da Eltern beim Ausprobieren.

00:42:00: Genau, so kann man das schön.

00:42:01: Das stimmt.

00:42:02: Das ist schön.

00:42:03: Erziehungsreise wie cool, ja.

00:42:04: Der erste Einstieg da wäre auch vielleicht das Buch, die Kinderdolmetscherin.

00:42:08: Genau.

00:42:09: Kam im Jahr zwanzig, vierundzwanzig raus.

00:42:10: Und euer Podcast ist ja auch da.

00:42:13: Die Kinderdolmetscher.

00:42:15: Genau.

00:42:16: Ja, weil wir mehrere sind.

00:42:17: Also es ist die Kinderdolmetscher, genau.

00:42:20: Wir müssten es natürlich richtigerweise gendern, wenn es nur um uns beide ginge.

00:42:25: Aber Claudia hat im Hintergrund, also sie ist die Top-Expertin.

00:42:29: Sie ist sich aber auch nicht zu schade dafür, mit anderen Experten-Logopäden zum Beispiel Schlaf-Experten-Expertinnen irgendwie zusammenzuarbeiten.

00:42:39: Und von dieser Expertise ... Profitieren wir total und deswegen ist es die Kinder-Doll-Metscher.

00:42:45: Weil ich immer der Meinung bin, Claudia weiß und kann alles.

00:42:49: Ähm, ich... Da müssen wir

00:42:52: eigentlich

00:42:53: seine Söhne fragen, ne?

00:42:55: Und genau, es gibt das Buch von dir, den Podcast, den wir haben und wann hast du den Club?

00:43:00: gegründet,

00:43:01: Februar für um um zwanzig.

00:43:02: Genau, da habe ich einfach, das war mir so ein Herzensanliegen, weil natürlich ein Buch ist einfach, man liest es und dann ist so toll, steht man doch alleine da mit seinem Alltag.

00:43:11: Und so diese Idee, dass man das einfach wirklich in den Alltag reinkriegt.

00:43:14: Weißt du, das ist so eine, es geht um die Umsetzung.

00:43:17: Es geht einfach darum, wie mache ich es denn jetzt?

00:43:19: Und das mit so einer Reise sind jetzt ein paar Hundert Eltern, mit denen wir das einfach zusammen machen.

00:43:23: Ich weiß nicht, wo ich diese Eltern habe.

00:43:24: Das sind großartige Eltern.

00:43:26: Das macht halt tierisch Spaß.

00:43:28: Man gibt immer so ein kleines Monat.

00:43:29: Thema rein und dann ab und zu so ein paar Impulse und dann entwickeln wir uns halt gemeinsam.

00:43:33: Das finde ich ganz, also es macht mir total Spaß.

00:43:36: Und man hat einmal im Monat Zoom Calls und kann dich...

00:43:39: Zweimal im Monat, hallo?

00:43:40: Entschuldige,

00:43:41: ich bin nicht up to date, merke ich.

00:43:43: Und das ist so eine Möglichkeit, ja, einfach in der Gemeinschaft Sachen auszuprobieren, die echt cool funktioniert, muss man sagen.

00:43:52: Und du sagst, was würde uns noch fehlen?

00:43:54: Also das Thema, wir haben jetzt nicht geredet über das Thema so Strafen und so was.

00:43:59: Wenn man jetzt mit Wut, man kommt ja sehr schnell, kurz das von deiner Schwester erwähnt, man kommt sehr schnell dahin, dass man dann mit Strafen anfängt zu arbeiten.

00:44:07: Und neulich saß ich im Auto und dachte, eigentlich müsste man so sein wie sein Navigationssystem.

00:44:13: Ich fand es total cool, weil ich habe mich komplett verfahren.

00:44:17: Und das Navi sagt halt nicht, oh, wie konntest du?

00:44:20: Warum bist du jetzt wie

00:44:22: doof?

00:44:22: Kann man sein?

00:44:23: Ich habe mich mehrmals verfahren.

00:44:25: Und es war einfach immer nur, es war eine kurze Pause.

00:44:27: und dann, Rute wird neu berechnet.

00:44:29: Und ich war so, was für ein cooler Satz für Eltern.

00:44:32: auch noch mal.

00:44:33: Das wäre es eigentlich so nach dem Motto, ja, ist jetzt nicht so gelaufen, Rute wird neu berechnet.

00:44:38: Wenn man das einfach so jeden Tag in der Situation noch mal macht, wäre das eigentlich der Rat, den wir so mitgeben.

00:44:43: Sehr schön.

00:44:45: Ich sage mir ganz oft bei Wutanfällen und sowas, mein Kind kann es gerade nicht besser.

00:44:52: Und inzwischen habe ich es geschafft, auch manchmal ein bisschen gütiger zu mir zu sein und zu sagen, ich kann es gerade nicht besser.

00:44:59: Auch ein ganz wichtiger Satz.

00:45:00: Aber das ist super wichtig.

00:45:01: Eigentlich das Wichtigste.

00:45:03: Sei nett zu dir selber.

00:45:05: Sehr, sehr schwierig.

00:45:06: Vielen Dank, dass ihr da wart und den Podcast mit eurer Expertise bereichert habt.

00:45:10: Danke schön.

00:45:11: Sehr gerne.

00:45:12: Danke.

00:45:12: Hat riesig viel Spaß gemacht.

00:45:14: Richtig cool.

00:45:16: Das war beste

00:45:17: Vaterfreuden.

00:45:18: Eine Produktion von

00:45:20: Auf die Ohren.

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