Albträume, Vortragsangst & Co. – Wie begleite ich mein Kind bei Ängsten?
Shownotes
„Du brauchst keine Angst zu haben“ – ein Satz, den wir alle kennen. Aber hilft der eigentlich wirklich? In dieser Folge knöpfen wir uns das Thema Kinderängste vor und sprechen über Albträume, den altbekannten Nachtschreck und die Frage, wie man sein Kind begleitet, ohne es zu überfordern oder einfach „drüber hinwegzutrösten“. Es geht um typische Ängste vor Vorträgen, dem Alleine-Fahrradfahren oder dem Einschlafen, und darum, wie wir selbst damit umgehen: Bleiben wir geduldig oder wollen wir unsere Kinder lieber schnell zu ihrem Glück zwingen? Was hilft wirklich: Trost, Rituale, Kuscheltiere? Und warum träumt Max eigentlich auch als Erwachsener davon, dass ihm die Zähne ausfallen?!
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Transkript anzeigen
00:00:01: Warum
00:00:01: gibt es die Welt?
00:00:03: Papa, ich hab dich lieb.
00:00:05: Mama macht die Arbeit und Papa
00:00:07: macht den Quatsch!
00:00:08: Beste Vaterfreuden
00:00:10: der langweilige Podcast
00:00:11: übers Vater sein Hallo und herzlich willkommen zu beste vaterfreuden
00:00:26: Hallo.
00:00:27: In der Folge soll es darum gehen, wie wir als Eltern die Ängste unserer Kinder gut begleiten können und was wir damals selber auch erlebt haben als Kinder und ob wir uns da sicher und geborgen aufgehoben gefühlt haben oder er dich sind ins Leben gestoßen und allein gelassen.
00:00:43: Max an welche Ängsten deiner Kinder kannst du dich noch gut erinnern?
00:00:46: Also ich habe gerade in der Situation jetzt erlebt mit meinem Sohn, der vor drei Tagen einen Albtraum hatte.
00:00:52: Ich glaube das war der Herrster, an den ich mich erinnere dass der zu uns rübergekommen ist.
00:00:56: Also die Kinder schlafen ja beide in ihrem einem Bett.
00:00:58: jetzt schon seit, ich meine doch letztendlich zwei Jahre noch in so einem letzten halben Jahr endlich.
00:01:03: und wir haben ihm gesagt ihr könnt aber jederzeit wenn du Ängste hast oder wenn du möchtest natürlich nachts rüber kommen.
00:01:10: und als wir das ausgesprochen haben wusste ich schon es wird nie passieren weil mein Sohn hat so einen tiefen krassen Schlaf dass er sowieso nicht aufwacht und rüberkommen wird.
00:01:17: und es ist auch nicht passiert Am Wochenende das erste Mal seit einem halben Jahr die Situation eingetreten, dass er weinend rüber kam und meinte der den Albtraum wusste nicht was es ist.
00:01:28: Und sich zu uns gelegt hat.
00:01:31: Jetzt haben wir dann natürlich versucht danach mit ihm aufzuklären hey was war denn da los?
00:01:35: Was waren das für ein Albtraum?
00:01:38: Er wollte und konnte das nicht erzählen ich glaube er konnte sich daran erinnern immer gesagt er weiß was passiert ist aber er möchte es nicht erzäheln.
00:01:47: Und ich hab dann versucht mit Fragen und mit irgendwelchen anderen Methoden versucht herauszufinden, was es denn ist.
00:01:55: Weil er geweint hat und unbedingt auf der einen Seite darüber reden wollte, aber auf der anderen Seite aber das nicht konnte.
00:02:00: Aber ich habe bis jetzt nicht rausgefunden, was's ist.
00:02:03: Da hab' ich mir schon gedacht hey!
00:02:04: Was für eine krasse Grundangst ist da in diesem Traum aufgekommen?
00:02:09: Dass er so ne Angst in der Nacht hatte, aber auch zusätzlich die große Angst hat davor zu erzählen, was das gewesen is'.
00:02:17: Also das war für mich ein noch mal sehr eindrucksvolles Erlebnis, wie heftig auch Ängste bei unseren Kindern real sein können.
00:02:25: Im Gegensatz vielleicht zu uns Eltern, wo wir immer noch wissen, okay es ist zwar eine reale Angst, dass irgendwie keine Ahnung, dass man irgendwann sterben wird zum Beispiel aber wir gehen damit glaube ich anders um als ein Kind was davon überwältigt wird von diesem Gefühl
00:02:38: Ja meine Tochter hat jetzt auch Nachtschreckabund an, dass sie so drei vier Stunden nach dem Einschlafen in der Tiefschlafphase aufwacht und schreit.
00:02:48: Und dann die Augenweit aufgerissen hat, und ... Die ist dann wie wach aber nicht ansprechbar.
00:02:55: Die ist anders als beim Albtraum wenn du aufwachst bist du ja wirklich wach und kannst reden Aber sie redet vor sich hin, aber es ist nicht ansprechbar weil's nicht wirklich wacher ist.
00:03:04: Das ist ein ganz komischer Zwischenzustand.
00:03:08: Und das is wirklich merkwürdig lege ich sie meistens wieder hin und leg mich neben Sie, dass die sich beruhigt.
00:03:15: Ich spreche dann leise... Man soll das Kind nicht wachröteln, sondern eher so ganz sanft behüten.
00:03:23: Als ich das erste Mal erlebt habe, dachte ich natürlich, dass sie wach ist und ich mit ihr ganz normal reden kann.
00:03:29: aber war sie nicht.
00:03:30: also es ist wirklich weird als ob die irgendwie auf einem anderen Planeten dann wohnt.
00:03:34: Meine Tochter hatte das auch eine Zeit lang.
00:03:35: diese Nacht schreckt und das ist super beängstigend.
00:03:40: Also meiner da doch vor sich hingeredet und war laut hat rumgeschrien.
00:03:43: Und man ist ja dann erst mal gewillt hin zu rennen und zu gucken was is und hey alles okay?
00:03:47: Und sie aufzuwecken, was man ja eigentlich nicht machen soll.
00:03:50: Ich glaube beim ersten Mal haben wir es auch gemacht.
00:03:52: die war dann total verstört als ihr sie aufgeweckt haben, bis wir uns dann über belesen haben was man machen soll.
00:03:57: und Es ist schon verrückt was da abgeht.
00:03:59: also das ist wirklich wo ich auch denke boy was des gehörten einem für streiche spielen kann Gerade in der Nacht, gerade beim Träumen und in Form von Nachtschreck.
00:04:08: Was man da auch für Eltern als Ängste bekommt weil man nicht weiß wie man damit umgehen soll.
00:04:11: es ist ja fast schon... Man hat ja schon fast Gefühl man müsste ihren Exzertismus durchführen das Kundinnenreis auszutreiben der gerade das eigene Kind überwältigt.
00:04:20: Bei meiner Tochter erinnere ich mich auch dass sie vor ihren ersten Ton-Tonieren wirklich Angst hatte also sehr aufgeregt und gleichzeitig ängstlich.
00:04:30: dann habe mit ihr angefangen darüber zu reden wie sich das anfühlt im körper was ihr da angst macht und hab auch mit ihr mal besprochen ob sie den unterschied bei sich fühlt wenn sie aufgeregt ist oder wenn sie Angst hat also freudig erregt, aufgereght oder eben ängstlich eingeschüchtert ist.
00:04:51: Und Sie konnte es ziemlich genau beschreiben fand ich ganz faszinierend.
00:04:55: was ich eigentlich nie mache, ist so die Angst zu bagatellisieren.
00:04:58: Zu sagen ey da verbraust du jetzt keine Angst haben weil es hat mir als Kind auch überhaupt gar nicht geholfen wenn irgendjemand gesagt hat davor brauchst du keine Angst habe.
00:05:04: dann dachte ich mir immer so... Ich weiß gar nicht ob ich das mit damals schon dachte aber heute denke ich's mir auf jeden Fall.
00:05:09: Alter wer bist du denn damit zu sagen dass ich keine Angst hab'n brauche?
00:05:12: Ich hab ja trotzdem Angst hilft mir jetzt gar nicht.
00:05:15: Ahja also wird schon sein dass man als Eltern sagen kann du brauchst keine Angst-haben bzw.
00:05:20: bisschen blöd formuliert natürlich darf das kind Angst haben und solls auch sehr ganz wichtig.
00:05:25: Aber die Eltern dürfen ja aus der Erfahrung schon formulieren, dass es etwas ist, wo man eigentlich keine Angst haben vor Brauch.
00:05:31: Weil nichts passiert.
00:05:32: und manchmal haben Kinder vor Dingen Angst weil sie gar nicht verstehen was da passiert.
00:05:37: Und ich glaube schon das es dann helfen kann ist die Eltern aus der Erfahrungen versuchen diese nicht die Angst zu nehmen aber zumindest zu relativieren so dass sie sich dann und das ist jetzt was Eltern wollen trauendes umzusetzen.
00:05:46: also und da geht's von Vortrag in der Schule bis hin zu hey beim Sport irgendwie beim Turnier mitmachen und die beste Leistung zeigen wenn Sie das wollen oder Achterbahn fahren, wenn man nichts mehr dazu zwingt.
00:06:00: Genau ich finde auch dieses Du brauchst keine Angst haben ist mir sicherlich auch schon ein paar mal rausgekommen.
00:06:06: also es einfach so ein Reflex finde ich schon und gleichzeitig verstehe ich die Intention und Man kann es auch anders auffangen.
00:06:14: man kann zum Beispiel sagen hey was macht ihr angst wie fühlt sich das an?
00:06:18: Wie stellst du dir die Situation schlimmstenfalls vor?
00:06:20: Was könnte ein gutes Ende sein?
00:06:23: glaubst du, du hast die Fähigkeiten.
00:06:25: Hast du genug geübt?
00:06:27: Was auch immer?
00:06:27: ne also mehr... mit dem Kind so in die Überlegungsschleife auch reingehen und gerne auch ins Gefühl.
00:06:34: bei Gefühl ist es so dass das auch manchmal sich noch verstärken kann.
00:06:38: für dich wenn man zu sehr eine Angst sitzt dann aber gleichzeitig ist auch wichtig da wahrgenommen zu werden und sich gesehen zu fühlen.
00:06:47: absolut.
00:06:47: ich glaube darum geht's auch.
00:06:48: die Eltern sollen ja in so einem Prozess begleiten und nicht abnehmen und ich glaube viele Hältern versuchen dann, den Satz du brauchst keine Angst haben.
00:06:57: Ich mach das schon oder lass mich sonst mache ich.
00:06:59: dass also es gibt ja ist ja auch ganz wichtig die Kinder in Situationen kommen zu lassen wo sie an ihre Grenzen kommen oder wo sie merken oh das fühlt sich erstmal nicht gut an weil man ja oft an weiß hey wenn du dich traust es zu tun Dann wird es danach ein wahrscheinlich sehr schönes Gefühl sein was du erlebst.
00:07:14: Also ich weiß dass meine Tochter bei ihrem ersten Vortrag den Sie machen sollte fast schon panisch Zuhause reagiert hat ihr geweint und wollte das nicht.
00:07:23: Wir haben sie immer wieder ermutigt und haben bestimmt auch mehrfach den Satz gesagt du brauchst keine Angst haben, es wird ja nichts passieren.
00:07:28: Und am Ende hat sich dann getraut und hat das sehr gut gemacht und war super stolz auf sich selber.
00:07:34: also das ist ja das wichtigste am Ende dass die nicht für uns machen sondern für sich selbst.
00:07:38: und jetzt ist sie so dass sie super gerne vorträge macht und ihr auch schon vorbereitet.
00:07:42: sie ist mittlerweile jemanden die wenn's darum geht in der Schule.
00:07:45: hey wir haben hier Referate zu vergeben.
00:07:47: wer möchte anfangen dass meine Tochter sich als erstes meldet das als erstens erledigt haben möchte weil sie Erstens fertig sein möchte, aber auch weil es hier so viel Spaß macht.
00:07:55: Und das hätte ich zum Beispiel niemals gedacht, dass sich das so dreht.
00:07:58: Weil ich dachte da kommt sie eher nach mir, dass ihr eigentlich nicht sagt hey ich möchte mich hier präsentieren sondern da ist jemand die da auf jeden Fall Lust zu hat.
00:08:06: Da ist es schon wichtig glaube ich, dass Eltern aus der Erfahrung heraus den Kindern Mut zusprechen.
00:08:12: Ich glaube das ist es eher anstatt dass wir versuchen denen die Angst zu nehmen.
00:08:16: Weil die Angst müssen sie am Ende selber überwinden und auch überwenden wollen
00:08:20: Klar, aber gleichzeitig können wir innerhalb der ängstlichen Situation versuchen als Eltern natürlich eine sichere Situation zu kreieren ohne dabei das Kind zu krass zu pämpern.
00:08:31: Wie war es denn bei dir als Kind?
00:08:33: Wurdest du in deinem Ängsten ernst genommen oder auch manchmal belächelt?
00:08:36: Ich glaube ziemlich sicher wurden wir also ich und mein Buddha mit unseren Ernsten zu ernst genommen.
00:08:41: Also ich glaube genau das was ich gerade versuche habe beim meiner Tochter zu beschreiben.
00:08:45: Das ist jetzt auch nicht so dass meine Eltern das gar nicht gemacht haben Es war schon eher so, also wenn du zu viel Angst hast dann lass das lieber gleich.
00:08:52: Ich glaub, dann solltest du gar nicht erst Versuchendes machen.
00:08:55: Also so extrem auch nicht.
00:08:57: aber es gab schon oft Situationen wo wir ja sehr ernst genommen wurden und ich glaube dass ist auch die große Schwierigkeit für Eltern diesen schmalen Grad zu gehen.
00:09:06: gerade in der klassischen Vater-Mutterdynamik sind die Väter meistens diejenigen die sagen ahja das passt schon er wird schon nichts passieren Und die Mütter sind oft in dieser Ah nee vorsichtig wir müssen aufpassen.
00:09:15: Wir haben das grade Bei unserem Sohn, der jetzt seit drei Wochen alleine mit dem Fahrrad zur Schule fährt.
00:09:22: Und da bin ich meiner Frau auch regelmäßig in den Streit geraten.
00:09:26: Ich meine das schafft er schon und es geht schon.
00:09:28: Wir leben hier im Vorort wo alle irgendwie Schritttempo durch die Straßen fahren und alle aufpassen weil die Straßen morgens voll sind mit Kindern auf Fahrrädern und zu Fuß.
00:09:36: Trotzdem war die Angst meiner... Frau so groß, dass es irgendwie doch was passieren kann und da mussten wir lange auch rumdiskutieren.
00:09:42: Ich meine halt auch das ist glaube ich wichtig ist für meinen Sohn das ja selbst wirksam erlebt.
00:09:46: hey!
00:09:46: Ich schaffe den Schulweg alleine in die Schule und wenn man ihn zu sehr da behütet kommt er gar nicht in diese Situation sich selber zutrauen zu wollen.
00:09:54: und naja es war am Ende dann so dass mittlerweile mein Sohn der vorher wirklich gesagt hat ah ich weiß nicht ich möchte nicht mit dem Fahrrad fahren und Papa kommen mit.
00:10:01: Und ich hab ihn letztens gefragt, jetzt fährt er seit drei Wochen alleine.
00:10:03: Er meinte super dass das klappt oder ist doch total toll und Wart ist doch gar nicht so schlimm!
00:10:07: Und der meinte so hä?
00:10:08: Aber ich wollte doch die ganze Zeit immer alleine fahren.
00:10:13: Natürlich wolltest du die ganze zeit allein fahren, hast dir das einfach zu getraut.
00:10:16: Würdest du sagen vermittelt dein Kindern das Gefühl, dass sie sich jederzeit auf dich verlassen können auch in ängstlichen Momenten?
00:10:24: und wenn ja wie machst du das?
00:10:27: Ja auf jeden Fall.
00:10:28: Ich versuche aber die Kinder oft auch auf sich selbst zurückzuwerfen, dass ich sage.
00:10:33: Wenn also jetzt das Beispiel mit dem Vortrag meiner Tochter da geht es ja immer darum, dass sie das nicht für uns machen soll sondern für sich selber und wenn sie selber den Wunsch hat, das gut zu machen dann können wir sie gerne unterstützen, aber sie muss für sich entscheiden wann wie viel Energie sie reinstecken möchte welche Not hier am Ende auch wichtig ist.
00:10:50: Es ist uns nicht egal.
00:10:52: Aber es ist nicht so dass wir von vornherein sagen du musst eine gute Not in der hause bringen sonst Passiert ja was dann?
00:10:58: ganz im Gegenteil sie soll selber für sich entscheiden.
00:11:01: Mit welcher note sie rausgehen möchte.
00:11:02: ich bin mir sehr sicher dass wir den raum aufmachen für, hey du kannst deine ängste ausleben die mit uns teilen und wir können es gerne besprechen aber den schritt am ende muss zu selber gehen.
00:11:14: Gibt's da bestimmte gesten oder worte die du nutzt um dein kind in solchen situation noch mal sicherheit zu geben?
00:11:20: oder kommt das alles sehr natürlich ein anführungsstrich und verinnerst dich gar nicht ob so Sachen gibt, die du eigentlich immer machst für die Sicherheit.
00:11:29: Also ich weiß, dass es bei meiner Tochter sehr wichtig ist, dass sie genügend Vorlauf und Ruhe hat für bestimmte Sachen.
00:11:34: Sie hat zum Beispiel die krasse panische Angst verspritzen.
00:11:37: Das ist schon eine vorbeifassende Phobie würde ich sagen.
00:11:40: Wobei ich jetzt festgestellt habe, das ist gar nicht die Spritze an sich, sondern um das Blut.
00:11:44: Sie kann Blut nicht sehen.
00:11:45: Es vereinfacht natürlich alles ein bisschen zumindestens wenn man dafür sorgen kann, dass ihr das Blutt nicht sehen muss.
00:11:50: aber sie hat selber formuliert nachdem wir darüber gesprochen haben, Sie genügend Vorlauf hat, wenn sie sich darauf vorbereiten kann.
00:11:56: Wenn sie nicht so überrumpelt wird mit so einem Termin oder auch generell, wenn wir da hinfahren, dass die sich keine Ahnung vorher eine Folge von ihrer Lieblingsserie angucken kann und dann noch in dem Warterauben im Moment warten kann das nicht alles so schnell zack-zack passiert?
00:12:08: Und ich glaube es ist genau das um was es geht, dass Kinder die Möglichkeit bekommen selber herauszufinden, was ihnen hilft, um Bänke zu überwältigen, die sie vielleicht auch schon kennengelernt haben.
00:12:20: Das sind glaube ich dann auch Worte gesten.
00:12:22: ist es wahrscheinlich auch Dass wir immer Sorge dafür tragen, dass wir genügend Zeit uns einräumen wenn solche Situationen vorbestimmt sind.
00:12:29: Manchmal gibt es ja auch Sachen die man nicht vorher planen kann.
00:12:31: dann ist das natürlich ein bisschen anders.
00:12:32: da muss man aus einem Effekt agieren aber bei alles was vorgeplant ist muss jeder mit seinen Kindern den Weg finden wie er das am besten umsetzen kann.
00:12:40: Und die ruhigen Momente nimmst du dir denn auch mit deiner Tochter um über die Ängste zu sprechen?
00:12:45: Wenn sowas aufkommt wie Spritzen Angst etc.
00:12:48: oder Kriegst du denn so eine Info nebenbei, dass es eigentlich das Blut ist, wovor sie Angst hat und nicht die Spritze als solches?
00:12:55: Also mit dem Blut habe ich jetzt erst letztens erfahren.
00:12:57: Das war eine Sache, die ich vorher gar nicht so wusste, weil ich dachte immer der Schmerz der Spritzen.
00:13:00: aber als dann die Schwester nachdem das vorbei war und es ein hochdramatischer Moment war... Die Pulle hoch, meine guckt mal hier, die ist schon voll und es ist alles vorbei und meine Tochter meinte, ah ich will das nicht sehen.
00:13:14: Danach ein Gespräch entstanden ist, wo sie dann meinte.
00:13:17: Ich will eigentlich das Blut nicht sehen habe ich dann erst verstanden ah ok darum geht's.
00:13:21: also ich glaub zuhören ist super wichtig auch in dem fall um.
00:13:25: Also wenn man genau zuhört dann wird man auch viel erfahren was man dafür tun kann um solche situationen besser zu gestalten.
00:13:32: meine tochter hat die letzte Situation über die sie nicht reden wollte weil sie da vor angst hatte und ich hab mich
00:13:38: gefragt
00:13:38: warum ist es so?
00:13:39: Dann habe ich versucht das thema aufzumachen und dann hat sich auch angefangen zu weinen weil so wer ment nicht darüber reden wollte.
00:13:45: und dann dachte ich mir, was könnte ein Weg da sein?
00:13:48: Den ich zu ihr finde.
00:13:49: Dann habe ich angefangen über eine Situation zu reden vor der ich selber Angst hatte als Kind und wie das bei mir war und dass sich selbst als Erwachsener manchmal noch dran denke und dass mich das beschäftigt hat ganz lange und hab einfach erzählt, ganz frei ohne dass ich jetzt von ihr wollte, dass sie über ihre Situation erzählt und nach zehn, fünfzehn Minuten hat sie dann angefangen, über ihre Sache zu erzählen und hat dann ganz natürlich die Tür aufgemacht zu sich.
00:14:15: Und das mir immer wieder aufgefallen, manche Türen oder die allermeisten Tür machst du eben nicht mit Druck auf sondern guckst.
00:14:22: was könnte ein Weg sein wo ich mich selber öffne?
00:14:25: Dann kann die Person sehr frei entscheiden möchte ich mich auch öffnen oder eben nicht.
00:14:31: Das ist mir so ganz natürlich eingefallen in der Situation weil irgendwie das Gefühl hatte, ich will sie da rausholen und ich will ihr die Erleichterung durchs Darüber sprechen schaffen.
00:14:42: Zumindest glaube ich dass es eine Erleicherung ist Und gleichzeitig hatte ich gar keinen Weg hin und dann habe Ich einfach selber da angefangen drüber zu reden und Das war auf jeden Fall ein schöner Verbindender Moment vor ich gedacht hab ja wenn du nie über dich was erzählst Dann hat sich natürlich auch selber kein Bock sich zu öffnen und dann zu sagen hey so und so ist das.
00:15:02: bei mir gab's Erfolgserlebnisse von deiner Tochter, von deinem Sohn aus der letzten Zeit die du wahrgenommen hast und bewusst gewürdigt hast.
00:15:12: Ja sie hat ja diesen Vortrag vor zwei Wochen den sie auch sehr gut gemacht hat und was heißt bewusst gewürdig?
00:15:18: Ich weiß gar ich bin kein Freund davon das dann klar loben wir sie und feiern sie ab aber wir machen jetzt nicht bei solchen Situationen oder in solchen Momenten etwas Besonderes und gehen irgendwie ein Eis essen.
00:15:28: also klar das sind Eichsachen die ich finde sollten im Alltag einfach so passieren schulischen Erfolg, verknüpfen mit.
00:15:36: Du bekommst was oder du wir machen dann etwas Schönes sondern das ist am Ende uns beiden sehr wichtig dass sie vor allem für sich selber die Sachen macht.
00:15:45: und wir sagen auch mal hey wenn du am ende eine gute Note haben willst Wir freuen uns natürlich darüber.
00:15:50: aber im enden es ist deine Entscheidung wie viel zeit und wie viele energie du da rein steckst.
00:15:54: Und das funktioniert erstaunlicherweise gerade auch ganz gut.
00:15:56: ich bin da selber überrascht das ist so gut funktioniert hätte bei mir damals glaube ich nicht funktioniert bzw.
00:16:00: weiß ich nicht.
00:16:00: meine Eltern haben Da ist schon noch einen anderen Druck aufgebaut, da war's immer.
00:16:03: hey es muss funktionieren.
00:16:05: Die Schule muss gut laufen und bevor das nicht läuft, dieses klassische Bevor-Das-Nicht-Läuft dann... Das machen wir gar nicht!
00:16:12: Und es läuft von selbst.
00:16:13: also es ist sehr schön zu sehen.
00:16:14: Also mein Tochter geht sogar tagsüber kommt nach Hause sagt ich muss auch lernen oder trifft sich mit ihrer Nachbarfreundin und die lernen dann eine Stunde lang bei ihr oder bei uns oben im Zimmer wo ich mir denke was habe ich mit zehn gemacht?
00:16:23: Mit Sicherheit nicht in meinem Zimmer mich mit einem Kumpel getroffen und gelernt.
00:16:27: Ja andere Generationen ne und ihr seid ja auch anders zu ihr.
00:16:31: Schule war vielleicht auch für dich ein Feld, wo du dich mehr motivieren musstest und wo du auch mehr Motivation von außen bekommen hast.
00:16:38: Und vielleicht löst es ja auch bei Kindern aus wenn der Druck von Außen nicht so groß ist dass sie dann besser ihre eigene Motivations finden können.
00:16:46: Ja wie reagierst Du denn auf deine Kinder?
00:16:49: Wenn Sie ängstlich sind und zögern oder sich sogar verweigern vor bestimmten Erfahrungen Bleibst du da sehr geduldig Oder versuchst sie schon dahin zu lenken weil du weißt das die Erfahrung ganz wichtig und toll ist.
00:17:01: Ja, es ist unterschiedlich.
00:17:02: Manchmal habe ich das Gefühl man muss sie ein bisschen zu ihrem Glück zwingen.
00:17:05: Das hab' ich aber auch manchmal schon bereut.
00:17:07: also ich glaube es kennst du auch dass wenn man ja das klassische sind glaub ich wirklich Freizeitparks und man sagt hey das ist total die schöne Erfahrung mach mal mit!
00:17:14: Und das wird toll werden.
00:17:16: und es ist sowohl nach vorne als auch noch hinten losgegangen und deswegen bin ich da mittlerweile echt vorsichtig zu gucken.
00:17:22: was ist es?
00:17:23: Was wir hier gerade versuchen zu forcieren?
00:17:27: Ist es gut für das Kind, ist es überhaupt notwendig?
00:17:29: Muss das das Kind überhaupt das Erlebnis haben im Leben um voranzukommen oder um sich selber irgendwie gut zu fühlen?
00:17:35: danach und ist es wichtig.
00:17:37: Oder ist es was, was unbedingt wir als Eltern wollen?
00:17:38: Und ich glaube diese Entscheidung jedes mal gut abzuwägen... ...ist es etwas, was dem Kind wirklich was bringt oder wo das Kind am Ende wirklich auch ja für sich erlebt.
00:17:47: Hey!
00:17:48: Ich bin hier selbstwirksam geworden und hat mir was gebracht.
00:17:51: oder ist es etwas was die Eltern wollen.
00:17:52: Also ihr kennt sehr wahrscheinlich auch das Weil manchmal auch als Eltern sich wünschen würde, hey das wär doch so cool.
00:17:58: Wenn du das auch miterlebst, weil ich als Papa oder Mama das auch cool finden und ich will dass mein Kind es auch cool findet... ...und man sich dann selber dabei erwischt wie man versucht es her nicht zu forcieren aber vielleicht auch ein bisschen enttäuscht ist wenn es da nicht den gewünschten Effekt auslöst bei dem kind.
00:18:11: Heißt ja, ob du sowas schon mal hattest?
00:18:13: Ja klar!
00:18:14: Man muss immer gucken was ist so mein Wunsch, was möchte ich gerne wo?
00:18:17: ich denke das tut dem Kind besonders gut und uns wichtig.
00:18:21: Ich schaue immer so auf das gesamte Leben.
00:18:23: Ist die Angst bei meiner Tochter so groß über ihr gesamtes Leben hinweg, dass sie eigentlich bestimmte Momente im Leben verpasst?
00:18:31: Oder ist es nur mein Wunsch, das ihr bestimmte Sachen erlebt.
00:18:36: Und wenn ich merke, das reguliert sich... ...über die Momente hinweg.
00:18:40: Dass sie manchmal eine ganz tolle Angst hat vor Momenten und manchmal auch mutig ist oder fast ein bisschen zu waghalsig und... Die will's dann zu sehr.
00:18:49: also bei meiner Todtas zum Beispiel so, ... total gern Achterbahnen fährt oder jetzt Fallschirm springen möchte, ne?
00:18:55: Und dann sage ich ja.
00:18:56: Mag sein dass du das möchtest aber ich glaube... ...dass es noch.
00:19:00: also Achterbahnfahren haben wir gemacht auch so mit Looping und so,... ...aber Fallschirmspringen eben noch nicht weil ich glaube so ein kleiner Körper braucht noch nicht so viel Dopaminkicks.
00:19:09: Das ist noch gar nicht so gut.
00:19:11: und es gibt noch genug andere spannende stimulierende Momente.
00:19:15: man muss sie nicht so überstimulieren.
00:19:18: Und dann gibt es natürlich wieder andere Sachen, wo sie Angst hat und das noch nicht möchte.
00:19:21: Jetzt haben wir das erste Mal alleine einkaufen gemacht, dass sie beim Supermarkt war und sich Sachen rausgesucht hatte und dann zur Kasse gegangen ist und die bezahlt hat und geguckt hat ob das Rückgeld stimmt oder ob die Kassiererin sie verarschen will und wie man sich dann im Pörter drüber gleich in so einen Wut kommt.
00:19:39: Das haben wir alles geübt vorher natürlich.
00:19:42: Also da hat sie sich auf jeden Fall auch Feuer angst, das alleine zu machen.
00:19:46: Aber ich habe gesagt du, ich bin ja ein paar Menschen hinter dir.
00:19:51: Und probier einfach mal aus und wenn du merkst die Angst wird zu groß... ...dann kannst du immer zur mir kommen im Laden ne?
00:19:58: Und es war ganz witzig dort zu sehen und auch wie unterschiedlich so ihre Ängste sind.
00:20:02: Ich hätte zum Beispiel glaube ich als Kind nicht wirklich Angst gehabt davor.. ..im Laden einkaufen zu gehen.
00:20:08: Das hab' ich schon ganz ganz früh gemacht aber viel mehr Angst davor gehabt mit der Achterbahn zu fahren.
00:20:12: Aber ich denke wenn's sich so mittelt Situationen gibt, wo sich was traut und andere Situationen die ich begleiten kann.
00:20:20: Ist das so eine ganz gute Mischung?
00:20:22: Ich meine es gibt ja auch die Möglichkeit wenn man merkt dass Kind ist vielleicht noch nicht soweit oder hat jetzt Angst das auszuprobieren.
00:20:29: Das nochmal zu vertagen und zwar nicht nur im einen Tag oder eine Woche oder ein Monat sondern um den halben Jahr und die Sache dann nochmal neu zu probieren.
00:20:36: also oft denkt man okay wir haben jetzt diesen Moment und dem müssen wir jetzt nutzen.
00:20:41: Aber meistens kann man diesen moment auch ein halbes Jahr später noch mal kreieren und muss es gar nicht erzwingen.
00:20:47: Wie gesagt, diese Situation mit dem Fahrrad fahren mit meinem Sohn ich wollte letztes Jahr schon das ja versucht die Strecke alleine zu fahren.
00:20:53: Und habe da sehr schnell gemerkt ist viel zu früh Es wird gar nicht funktionieren.
00:20:56: dann musste ich auch nicht irgendwie krampfhaft weiter probieren.
00:20:59: und jetzt dieses Jahr hat sich ganz von alleine aufgelöst und es gab auch den Wunsch von ihm er möchte das unbedingt alleine probieren.
00:21:06: Und dann kann man diesem wunsch auch viel besser nachgehen als wenn man Kinder zu früh zu Dingen zwingt in Anführungszeichen, wo sie selber noch gar nicht weit genug sind.
00:21:13: Und was man dann oft macht ist mit anderen vergleichen ja aber der Karl-Heinz von nebenan, der macht es schon und dann könntest du das doch auch, er ist genauso alt, wo ist denn das Problem?
00:21:24: Aber Kinder entwickeln sich halt auch unterschiedlich auf unterschiedlichen Ebenen.
00:21:27: Der eine macht das eine viel früher als der andere, dafür gibt's ein anderer Ebene Unterschied und ist es völlig okay... ...und dann nicht so stoisch drauf zu gucken und zu sagen ja nur weil andere das so machen heißt dass das meinen Sohn auch so machen muss.
00:21:38: Und genauso umgekehrt auch bei anderen Kindern ein bisschen nachsichtig zu sein wenn die nicht direkt mitfahren wollen mit dem Fahrrad zum Beispiel.
00:21:45: Ja, ja,
00:21:45: neun
00:21:46: oder Prozent kommt alles mit der Zeit.
00:21:49: Haben deine Kinder Trostobjekte wo du weißt geben ihnen Sicherheit?
00:21:52: Wenn sie z.B.
00:21:53: woanders übernachten und dann doch vielleicht Angst bekommen sollten, dass sie ein Kuscheltier haben was sie mitnehmen oder oder.
00:22:01: Also ihr habt eine Tochter immer noch Kuscheltiere die sie auch regelmäßig mitnimmt glaube ich zum übernachten.
00:22:06: das hat's obwohl sich das jetzt glaube ich langsam aufgelöst hat.
00:22:09: Und meinem Sohn müssen wir es immer aufford zwingen.
00:22:11: also der vergisst es immer er sagt so nicht er braucht keins.
00:22:14: aber wenn wir ihn dran erinnern dann will er unbedingt eins mitnehmen als ist so Eine zweistandige Kiste.
00:22:20: aber sie beide meine Kinder waren nie so krass Auch wenn sie zum Arzt gehen, den einen Hasen mitnehmen, der immer dabei sein muss.
00:22:28: Da konnte auch irgendein Kuscheltier zur Not schnell gekauft werden.
00:22:32: Das hat ausgereicht und da hab ich mich schon gefragt, brauchst du es überhaupt?
00:22:35: Brauchst du ein Prostobjekt oder ist das was wir den Kindern darauf projizieren?
00:22:39: reicht vielleicht einfach dass wir dabei sind und unterstützend da sind?
00:22:42: Ja aber ich habe schon gemerkt so'n Kuscheltier, was an zu Hause erinnert, was irgendwie aufgeladen ist, was man gemeinsam noch mal ausgesucht hat für die Übernachtung kann schon total helfen.
00:22:53: Aber meine Tochter ist auch nicht so, dass sie spezielle Kuscheltiere hat, die mitmüssen.
00:22:58: Die sind dann doch immer spezieller als ich denke.
00:23:00: Merke ich daran, wenn ich ihr ungefragt aussortiere?
00:23:05: Habe ich tatsächlich erst einmal gemacht.
00:23:06: Da habe ich gedacht, das Kinderzimmer ist voll!
00:23:09: Sie checkt das eh nicht.
00:23:10: und dann gab es auf jeden Fall ein böses Erwachen und da war ich sehr froh, dass ich die noch nicht weitergegeben hab, sondern dass die in der Tüte waren und erst mal zwischen gelagert sind.
00:23:19: Und seitdem, ich habe ja auch ein recht interessantes Interview mit einer Ordnungsexpertin gemacht.
00:23:23: Sind wir wirklich so dass wir gucken wenn wir was aussortieren zusammen und die meisten Sachen erst mal Zwischenlagern?
00:23:29: also heißt noch nicht ganz aussortiert
00:23:32: Ja ist super wichtig diese Sachen nicht eigenständig wegzuschmeißen.
00:23:36: Wir machen es immer gemeinsam und ich merke jedes Mal wie mir der Geduldsfaden platzt Wenn auf einmal dann Kuscheltiere die Mit Sicherheit ein Jahr nicht mehr gekuschelt wurden auf einmal wieder wichtig werden.
00:23:47: Der ist von da und dem brauche ich
00:23:49: hierfür.".
00:23:49: Das kann doch gar nicht sein, wird auch nie benutzt!
00:23:53: Muss man leider noch eine ganze Weile respektieren bis man irgendwann wirklich die Sachen wegschmeißen darf.
00:23:58: wenn die Kinder sagen schmeiß den Scheiß weg Papa, der nervt mich.
00:24:01: Redest du mit deinen Kindern aktiv über die Angst?
00:24:04: Und hilfst du denen die Angst zu artikulieren?
00:24:07: Wie machst du das?
00:24:07: falls du das machst?
00:24:09: Absolut, letzte Mal hatte ich die Situation, dass wir am nächsten Tag Traum sprechen wollten und da ist es mir nicht gelungen mit allen mitteln und Methoden irgendwie an ihn ran zu kommen, dass er darüber redet.
00:24:20: Es war immer also ich glaube mittlerweile er weiß nicht was er geträumt hat und kann das nicht benennen weil er immer wieder gesagt er weiß es nicht und er weißes als.
00:24:29: ich glaube wenn er gewusst hätte was ihm da wieder fahren ist dann hätt ja erst auch formuliert so.
00:24:33: das habe ich am ende für mich als Fazit geschlossen und ist dann irgendwann auch ein bezeichnend gewesen Weil ich ja auch der Meinung war, er wollte mit uns sprechen.
00:24:42: Er will darüber reden und irgendwann nach so zwanzig Minuten meinte er Mann kann nicht jetzt endlich ins Bett gehen?
00:24:47: Ich will darüber gar nicht mehr reden und erfassen wie es ist jetzt los!
00:24:51: Du bist doch runtergekommen hast geweint und wolltest darüber sprechen weil du Angst hast.
00:24:55: aber na klar kannst du das Bett gehen.
00:24:57: also scheinbar hat selbst der Prozess auseinandersetzen, ohne es am Ende benennen zu können und das einfach, dass wir da sind geholfen.
00:25:03: Dass er am Ende dann einen Haken hintersetzen konnte und schlafen gehen konnte was ja vorher nicht gegangen ist.
00:25:08: Vorher ist er heruntergekommen der kann nicht schlaven.
00:25:11: also manchmal scheint es auch einfach nur zu helfen da zu sein und versuchen herauszufinden was es ohlerses benannt wird.
00:25:15: Ja denke ich auch in den allermeisten Fällen ist das schon ausreichend dar zu sein Und ein Raum zu geben für das was da ist.
00:25:25: Hast du Ängste aus der Kindheit die dich noch heute begleiten?
00:25:28: Also ich hatte eine Zeit lang so Träume, die auch im Erwachsenenaltern wiedergekehrt sind.
00:25:32: Die ich jetzt aber lange nicht mehr hatte.
00:25:33: Einer war dieses klassische Zahnausfall dieser Zahnausfall.
00:25:38: Ich habe immer geträumt dass meine Zähne ausfallen und ich versuche sie wieder festzuhalten indem mich die Zähnen zusammenbeißen damit sie nicht rausfahren und dann sind sie bei einem Zusammenweis zerbröseld wie Leibniz Kekse.
00:25:50: ganz furchtbarer Traum den ich oft hatte der auch super real war Und den hatte ich sogar noch eine Zeit als Erwachsener immer wieder Und hatte auch wirklich Angst, dass diese Träume auftauchen.
00:26:00: Also immer wenn ich nachts aufgetaucht bin habe ich mich krampfhaft selbst geweckt wie auch immer ich das gemacht habe damit ich diesen Traum nicht durchleben muss.
00:26:08: aber so richtig real.
00:26:10: im Alltag gibt es glaube ich keine zumindest nicht bewusst Kindesängste die ich jetzt noch in mir trage die sich nach außen also irgendeine angst vor Spinnen oder irgendwas verhöhnen oder was auch immer.
00:26:22: Hast du ganz plakative Sachen?
00:26:24: Hast du mal geguckt was das bedeutet mit den Zähner ausfallen?
00:26:27: Ja, habe ich geguckt.
00:26:28: Das bedeutet Zukunftsangst und ... Also die Zähne sind ja das härteste was wir im Körper haben damit auch das stabilste was wir am körper haben.
00:26:36: Und wenn die zerbröseln und kaputt gehen und ausfallen ist dass dir angst also ursprungsangst vor dem tot glaube Ich aber vor allem zukunftsangster stabile konsistente sichere verloh an gilt.
00:26:46: Ja,
00:26:46: ja.
00:26:47: also es auf jeden fall verlust angst laut traum deutung also angst Menschen eine situation eine sicherheit einen job oder was anderes Wichtiges im Leben zu verlieren.
00:26:57: Oder Kontrollverlust und Hilflosigkeit, also Zähne stehen für Stärke bis und Durchsetzung.
00:27:02: Und ihr Ausfall kann das Gefühl spiegeln, eine Situation nicht gewachsen zu sein?
00:27:07: Hat es gepasst dann immer, wenn der Traum aufkam?
00:27:09: Ja ja, zumindest auch in einer ... Ich glaub so einer frühen Erwachsenenphase war das sehr präsent dieses Wogezinnen-Was passiert.
00:27:19: Obwohl es gar nicht richtig real war, als Kind war das keine Angst, dass wir irgendwie auf der Straße landen werden.
00:27:26: Meine Eltern hatten ein gutes Händchen dafür gehabt, finanzielle Angst zu kreieren die gar nicht real war.
00:27:31: also es gab ganz oft Diskussionen am Tisch wo sie darüber geredet haben.
00:27:33: ja wir wissen nicht wie wir das bezahlen und wir haben hier jetzt noch den Kredit und im Nachhinein weiß ich dass es erstens gar nicht gut ist vor den Kindern so darüber zu reden und zweitens war's auch nicht real.
00:27:43: also es war nicht so dass meine Eltern an einem finanziellen Punkt waren wo sie das hätte nicht finanzieren können sondern es waren einfach ganz normale langweilige Alltagsgespräche, aber in mir haben die das ausgelöst.
00:27:52: Weil die Streit so heftig war anzwischen meinen Eltern, wenn es um Geld gibt.
00:27:56: Gibt's denn bei dir Ängste aus der Kindheit?
00:27:58: Sie heute sich noch so real anführen, dass du dafür was tun musst oder sie präsent sind, dass ihr die verknüpfen kannst?
00:28:03: Boah!
00:28:05: Also... Wenn dann ist es nur die Angst vor dem Tod.
00:28:08: Die hat mich nie so ganz los gelassen Kommt immer mal wieder Aber hat auch ein bisschen etwas mit der Lebenssituation zu tun, der ich drin bin.
00:28:16: also Geh mehr ich ja im eigentlichen Leben vorbei lebe das so mehr taucht die immer mal wieder auf.
00:28:24: Aber ansonsten geht's eigentlich, es ist wirklich in Ordnung.
00:28:30: Die ganzen Ängste aus der Kindheit... Wenn sie noch in mir aktiv sind spür ich sie nicht so.
00:28:35: aber manchmal ist auch so dass man das überkompensiert.
00:28:37: wenn du jetzt als Kind Existenzängste hattest, dass sich heute einen starken Fokus darauf legen nie wieder das Spüren zu müssen, nie wieder so Existenzengste zu haben und dann überkcompensiere mit Ich muss Geld verdienen, damit ich sicher bin und aber das merke ich tatsächlich nicht so richtig bewusst.
00:28:56: Ich habe mir darüber schon Gedanken gemacht.
00:28:58: Ich würde sagen es ist die Angst vor dem Tod sonst war's das.
00:29:03: Eine ganz reale Angst, die man auch haben darf?
00:29:06: Ja auf jeden Fall!
00:29:07: Und die schützt einen ja auch nämlich am Leben zu bleiben und das Leben so zu gestalten wie man das gerne möchte.
00:29:13: In diesem Sinn ist es ein schöner Abschluss, das Leben so zu gestalten, in den Phasen wo's geht.
00:29:18: Manchmal finde ich jetzt auch Durchhalten angesagt.
00:29:21: Das gibt immer wieder diese Lebensphasen.
00:29:23: Vielen Dank an dieser Stelle fürs Zuhören!
00:29:25: Wir wünschen euch alles Gute mit euren Ängsten und sagen bis zum nächsten
00:29:36: Mal!
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